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Niclas Dürbrook

SPD 19.11.2025 Sitzungen 20/102

Herr Minister, auch das würde ich gern zurückweisen. Ich weiß nicht, was Sie gerade während meiner Rede gemacht haben, Sie haben offenbar nicht zugehört. (Beifall SPD, Dr. Heiner Garg [FDP] und Sybilla Nitsch [SSW]) Ich habe sehr deutlich gesagt, dass es zwei unterschiedliche Sichtweisen auf diese 14 Millionen Euro gibt. Die einen sagen: Das ist viel zu viel Geld. – Die anderen sagen: Das ist im Vergleich zu den Gesamtkosten des Projektes relativ wenig. – Ich habe gesagt: Ich rate zu einer gehörigen Portion (Minister Claus Ruhe Madsen) Pragmatismus. In den vergangenen Jahren, gerade in der jüngsten Zeit, ist in diesem Land für sehr viel weniger sinnvolle Projekte sehr viel mehr Geld ausgegeben worden. Insofern habe ich mit diesen 14 Millionen Euro an der Stelle kein Problem, und exakt das habe ich gerade auch gesagt. (Beifall SPD, FDP und Dr. Michael Schunck [SSW] – Zuruf Christopher Vogt [FDP]) – Ich habe es so vernommen, dass Sie das sehr kritisch angenommen haben, und ich habe darin sehr wenig Anerkennung gehört. Das ist natürlich dann eine persönliche Wahrnehmung. (Serpil Midyatli [SPD]: Das ist Aufgabe von uns, Anerkennung zu geben?) – Nein, Anerkennung einer Vereinbarung. Ich rede nicht von einer persönlichen Anerkennung. (Vereinzelter Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zurufe) Ich könnte ja weiter zitieren und vielleicht die vom Oberbürgermeister von Kiel ausgesprochene Kritik an der Verschwendung von Steuergeldern nennen. Nochmals, ich betone, das sollten wir dann bitte einmal auf dem Marktplatz in Bad Segeberg miteinander ausdiskutieren und schauen, ob da alle der gleichen Auffassung sind. Aber wir kommen vom eigentlichen Thema weg. (Christopher Vogt [FDP]: Gehen Sie doch mal in die Schulen in Schleswig-Holstein und erklären, dass 14 Millionen nicht viel Geld sind!) – Nein, das ist doch gar nicht die Frage, ob 14 Millionen Euro viel Geld sind. (Christopher Vogt [FDP]: Doch!) Die Frage ist: Wenn wir das vor 25 Jahren vereinbart hätten, wie viele 100 Millionen Euro hätten wir gespart? (Beifall CDU, Lasse Petersdotter [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] und Uta Röpcke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Die nächste Frage, die wir uns auch alle stellen müssen, ist: Was ist es uns wert? Was hätte es uns gekostet, wenn die Autobahn jetzt nicht kommt, sondern wir weitere fünf oder zehn Jahre warten? – Das ist es doch. (Zuruf Kianusch Stender [SPD]) Wir müssen doch eine Berechnung dessen machen: Was bekommen wir für unser Geld auf der einen Seite, und was heißt auf der anderen Seite eigentlich Vergleich? – Ich weiß gar nicht, was Sie darunter verstehen. Während der Debatte ist mir eines klar geworden: Es ist irgendwie offensichtlich, wieso es nicht gelungen ist, bisher zu einer Einigung zu kommen. Wenn jeder auf sein einzelnes Recht pocht, kommt man niemals zu einem Vergleich. (Hauke Hansen [CDU]: So ist es!) – So ist es am Ende des Tages.

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