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Malte Krüger

GRÜNE 17.10.2025 Sitzungen 20/101

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleg_innen! Wir besprechen heute zwei Anträge. Ich werde auf Sitzung (neu) – Freitag, 17. Oktober 2025 7601 beide Anträge eingehen, möchte aber zuerst mit dem zweiten Antrag beginnen. Können Sie sich noch an die Zeit erinnern, als Sie so 15, 16 Jahre alt waren? – Also ich zumindest erinnere mich daran noch sehr gut. Im Jahr 2009 habe ich meinen Abschluss in der Fortuna Realschule in Glückstadt gemacht. Für mich war damals klar, dass ich weiter zur Schule gehen will und Abitur machen möchte. Das war mein Wunsch. Ehrlicherweise hatte ich damals richtig Angst, dass ich keinen Platz bekomme und wie es dann mit mir weitergeht. Diese Unsicherheit war für mich damals – daran kann ich mich noch gut erinnern – sehr belastend. Ich hatte den Drang, mehr lernen zu wollen, aber wusste gar nicht, ob mir das ermöglicht wird. Ich hatte mich an vier Schulen beworben, drei berufliche Schulen und das Detlefsengymnasium in Glückstadt. Die drei beruflichen Schulen haben ablehnend reagiert. Die haben heute andere Herausforderungen, als es damals der Fall war. Heute haben sie zu wenig Schüler_innen, damals waren es eher zu viele. Das Detlefsengymnasium in Glückstadt hat jedoch eine Zusage gegeben. Das lag daran, dass zwei Jahre zuvor der Schulleiter Hartmut Appel eine Art Kooperationsvertrag zwischen Realschule und Gymnasium vereinbart hat, damit Realschüler nach dem Abschluss, wenn sie denn wollen und bestimmte Noten hatten, die Sicherheit hatten, in die Oberstufe zu kommen. Das war ein Gamechanger für die Leute, die das wollten. Vorher war es strukturell nicht möglich, innerhalb von Glückstadt die Schule hin zum Gymnasium zu wechseln. Es werden sich bis heute noch Geschichten von der Zeit zuvor erzählt, als vorherige Schulleiter dies entschieden abgelehnt haben, weil Realschüler an Gymnasien eben nichts zu suchen haben. So war das damals. – Warum erzähle ich das jetzt alles? (Zuruf: Genau!) Weil wir erstens heute in einer anderen Zeit sind. Wir haben ein viel durchlässigeres Bildungssystem, als es noch vor 20 Jahren der Fall war. Das ist auch gut so. Fast alle Schulen haben inzwischen Kooperationsverträge, aber eben nicht alle. Mit unserem Antrag wollen wir Kooperationsverträge befördern, damit Schulen das haben. Dazu soll die Handreichung aus dem Jahr 2014 für die Schulen aktualisiert werden. Außerdem sollen Vorlagen für Musterkooperationsverträge bereitge- (Malte Krüger) stellt und ein Controlling der Kooperationsverträge durch die Schulaufsichten sichergestellt werden. (Wortmeldung Martin Habersaat [SPD])

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