Andreas Hein
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mir ist es wichtig, dass wir hier noch einmal darüber sprechen, wozu wir eigentlich diesen Antrag oder die Anträge haben. Das ist das Net Zero Valley. Da geht es nicht darum, über CCSTechnologien zu sprechen; Kollege Buchholz hat es gerade gesagt. Es geht vor allen Dingen darum, das man das C‑Atom braucht, um am Ende des Tages andere Produkte zu fertigen. (Sybilla Nitsch [SSW]: Aber Sie haben das doch im Antrag!) Wenn wir über Klimaneutralität sprechen und darüber, ob wir sie anders herstellen wollen, ob wir fossile Energieträger vermeiden wollen, dann müssen wir logischerweise mit der Nutzung von erneuerbaren Energien das C aus den sogenannten vermeidbaren Restemissionen, hier zum Beispiel vom Zementwerk Holcim, nutzen, um beispielsweise zu Methanol zu kommen – über klimaneutralen Wasserstoff zu Methanol und dann eben weiter: Ob Sie in die Kunststoffproduktion gehen, in die Schäume oder in die Kraftstoffe, alles ist damit möglich. (Serpil Midyatli [SPD]: Kann man aber auch grün erzeugen!) Aber hier ist das Bild eigentlich noch größer. Es geht darum, an strategischen Stellen in Europa und zum Beispiel bei uns in Schleswig-Holstein, in ausgewählten Gebieten, die sich das zutrauen, die das möchten, so etwas zu entwickeln. Hier hat sich das Clean Energy Valley auf den Weg gemacht, schon 2023, also bevor überhaupt das Net Zero Valley auf der europäischen Ebene richtig aufs Tapet kam, zu sagen: Wir haken uns unter, und wir wollen unsere Region gemeinschaftlich entwickeln. Darum geht es. (Beifall Dr. Bernd Buchholz [FDP]) Wir möchten diese klimaneutralen Möglichkeiten nutzen, und das bei uns in Schleswig-Holstein. Wir haben ideale Voraussetzungen mit unseren erneuerbaren Energien, aber auch mit den anderen Voraussetzungen – ich habe es gesagt –, mit unseren Küsten, mit unseren Häfen und den weiteren. Das ist doch das, was wir eigentlich wollen und müssen. Wir wollen klimaneutral werden, wir müssen klimaneutral werden. Wie können wir das am allerbesten erreichen? – Da macht es Sinn, dass wir uns unterhaken und alle gemeinsam daran arbeiten, wie wir dieses Ziel erreichen können. Noch einmal zu den Flächen: Man kann sich vortrefflich darüber streiten, welches der beste Weg ist. Wir haben mit den Wirtschaftsförderungseinheiten gesprochen. Am Ende des Tages sagen sie: Lasst uns das machen. Wir nehmen die private Wirtschaft mit, wir haken uns unter! – Natürlich muss die Landesregierung mit der WTSH-Steuerung dabei sein und unterstützen. Aber Sie sagen selber, wir sind dort vielleicht sogar etwas schneller. Wenn wir in dem Prozess sind, dann kann man ja vielleicht an dem Prozess arbeiten. Das muss das Ziel sein: gemeinschaftlich an diesem Ziel zu arbeiten. – Herzlichen Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
