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Beate Raudies

SPD 26.09.2025 Sitzungen 20/98

Vielen Dank. – Herr Kollege, Sie haben gerade davon gesprochen, digitale Verfahren vorzuschalten. Stimmen Sie mir zu, dass es auch bei der Vorschaltung eines digitalen Verfahrens einer ausreichenden Anzahl an Ärztinnen und Ärzten bedarf? – Nicht zwangsläufig. Ein digitales Verfahren beziehungsweise eine Lotsenfunktion, die digitale Verfahren haben kann, kann auch anders basiert sein. Es wurden bereits verschiedene Projekte angeschoben, aber das sollten wir im Gesamtkontext betrachten. Ich sage es einmal mit der F6, F7: Das ist ein Bereich, der schon angefangen hat, sich mit dem Thema Patientensteuerung, Patientenlenkung und was erforderlich ist, zu beschäftigen. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Beate Raudies [SPD]: Na gut!) Es ist eine Vielzahl an Fragen. Deswegen konzentriere ich mich jetzt einmal auf die Punkte, die für uns als Koalition wichtig sind. Wir brauchen Win-win-Effekte für alle, und das unter anderem, wie eben angesprochen, durch eine Kompetenzerweiterung der Berufsfelder bei MFA und PA. Aber das wird das Land Schleswig-Holstein nicht alleine durchsetzen. Da brauchen wir eine enge Zusammenarbeit mit dem Bund. Die Einführung eines Primärarztsystems bedeutet eine notwendige Stärkung der Haus- und Kinderärzte von der Ausbildung bis zur Niederlassung und der Etablierung der Lotsenfunktion zu den anderen Fachärzten. Es gibt im ambulanten Betrieb sehr viele Stellschrauben; viele, viel mehr, als sie ein Antrag und eine Diskussion heute im Plenum abbilden können. Bei all dem müssen Bund und Land eng und kooperativ mit Fachverbänden, Kammern und anderen Gremien des Gesundheitswesens zusammenarbeiten. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass wir die Unterarbeitsgruppen des gemeinsamen Landesgremiums nach § 90a Sozialgesetzbuch V fortsetzen, die in der Vergangenheit bereits Gesprächskreise mit Expertinnen und Experten hatten, um zielgerichtete Lösungsvorschläge zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung in Schleswig-Holstein zu erarbeiten. Ich beantrage, diesen Antrag zur weiteren Beratung in den Sozialausschuss zu überweisen. Dann haben wir die Zeit und den Raum, Fachverbände anzuhören und uns eng mit der Bundesebene abzustimmen.

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