landtag.ltsh.de ↗

Martin Habersaat

SPD 26.09.2025 Sitzungen 20/98

Vielen Dank, Herr Kollege. – Ich freue mich zum einen, dass wir in der Analyse, dass es Regionen in Schleswig-Holstein gibt, wo ein MVZ die richtige Lösung sein kann, Einigkeit zu haben scheinen Zum anderen haben wir vielleicht Konsens in der Frage, dass nicht alle Kommunen finanziell in der Lage sind, ein MVZ so zu unterstützen, wie man das tun müsste. Des Weiteren habe ich wahrgenommen, dass Sie sich an der Ausschließlichkeit – an der vermeintlichen – stören. Deswegen will ich Sie fragen: Wenn wir überall dort in unserem Antrag das Wort „ausschließlich“ streichen, wo Sie es finden, können Sie dann unserem Antrag nähertreten? – Vielen Dank für Ihre Frage. Auch darauf werde ich im weiteren Verlauf meiner Rede eingehen. Ich würde mich freuen, wenn ich jetzt einfach fortsetzen kann und wir schauen, was dann kommt. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) So, wo sind wir an anderer Stelle stehen geblieben? Wir haben über 3.000 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte im Land und aktuell neun – ich wiederhole: neun – kommunal getragene medizinische Versorgungszentren. Den Fokus alleine auf diese kommunal getragenen medizinischen Versorgungszentren zu richten, wäre aus unserer Sicht falsch. Die CDU Schleswig-Holstein steht für eine Vielfalt aus kommunalen, privaten, gemeinnützigen und kirchlichen Trägern, denn auch Ärzte selbst betreiben genauso wie Krankenhäuser MVZ. Wir brauchen auch künftig ein vielfältiges und innovationsgetriebenes Gesundheitssystem zum Wohle der Menschen in unserem Land. (Dr. Heiner Garg [FDP]: Genau!) (Hauke Hansen) Die Reform des ambulanten Bereichs beinhaltet aus meiner Sicht einen klaren Fokus auf die flächendeckende Nutzung digitaler Möglichkeiten (Zuruf Dr. Heiner Garg [FDP]) und telemedizinische Angebote, die der ambulanten Behandlung vorgeschaltet sind, wenn dieses möglich ist. (Zuruf: Beate Raudies [SPD]) Wenn wir über Entlastungen des ambulanten Bereichs sprechen, müssen wir zudem die Kompetenzverteilung zwischen ärztlichem und nichtärztlichem Personal in den Blick nehmen. Ich denke dabei, wie vorhin schon ausgeführt, an PA und Medizinische Fachangestellte.

Alle Reden von Martin Habersaat Protokoll ↗