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Beate Raudies

25.09.2025 Sitzungen 20/97

Für die Landesregierung erteile ich der Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Dorit Stenke, das Wort. Dr. Dorit Stenke, Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben tatsächlich gute Lehrkräfte in Schleswig-Holstein, und wir tun alles, um auch weiterhin gute und genügend Lehrkräfte im Land zu haben. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Bereits 2017 haben wir eine Analyse auf den Weg gebracht, die uns eine Übersicht über die Bedarfe in unseren Schulen differenziert nach den einzelnen Schularten und den einzelnen Fächern ermöglicht hat. Sie haben wir als Grundlage für die Planung unserer Maßnahmen genommen. Außerdem haben (Ministerin Dr. Dorit Stenke) wir eine Übersicht über die Abschlüsse in den einzelnen Studiengängen und Fächern der Lehramtsstudiengänge an den Hochschulen. Das gibt es bundesweit an fast keiner anderen Hochschule. Auch das bitte ich, einmal als Ausgangspunkt und als Datenbasis zur Kenntnis zu nehmen. Denn Sie wissen: Es ist mir sehr wichtig ist, dass wir zum einen datenbasiert und zum anderen evaluativ handeln. Das werde ich gleich noch näher ausführen. Wir haben – ich nenne nur das Beispiel Grundschule – in den vergangenen Jahren viel in die Lehrkräftegewinnung zum Beispiel mit dem freiwilligen Jahr in Schule investiert, und wir haben an der EUF die Studienplätze im Bereich der Grundschule und der Sonderpädagogik erhöht und ausgebaut. Das zeigt Wirkung; ich werde das gleich darlegen. Heute, eine Studierendengeneration später, sehen wir tatsächlich die Erfolge. Die Stellen in den Grund- und Sonderschulen konnten zum Jahresbeginn deutlich besser besetzt werden. Zum Ausbildungsstart in der zweiten Phase der Lehramtsausbildung haben alle Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst im Bereich Grundschule und Sonderpädagogik ein grundständiges Studium abgeschlossen. Das gelingt keinem anderen Land in der Republik. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Mit dem Handlungsplan Lehrkräftegewinnung – er wurde heute schon mehrfach zitiert – haben wir in der Tat nicht nur eine abteilungsübergreifende Struktur in meinem Haus, sondern wir haben auch eine Struktur um dieser Herausforderung, die komplex und vielfältig ist, gerecht zu werden. In dem kürzlich veröffentlichten vierten Paket zur Lehrkräftegewinnung haben wir weitere systemische Impulse gesetzt, um das Lehramt attraktiver zu machen, jungen Menschen den Einstieg ins Lehramtsstudium zu erleichtern und sie erfolgreich zum Abschluss zu führen. Ich habe mehrfach betont – deswegen schmerzt mich der Vorwurf, ganz ehrlich, sehr –: Wenn es weitere Ideen gibt, dann gehen wir ihnen sehr gerne nach. Nicht gerade erst zuletzt haben wir im Haushaltsprüfungsausschuss zugesagt, dass wir das duale Studium noch einmal auf den Prüfstand stellen werden. Wir werden eine Kosten- und eine Vollkostenrechnung durchführen. Damit greifen wir nicht nur das auf, was uns der Landesrechnungshof ins Stammbuch geschrieben hat, sondern wir greifen auch auf, was von Ihnen, vonseiten der FDP-Fraktion, vorgeschlagen wurde. (Beifall CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP) Gleichzeitig sichern wir die ausbildenden Hochschulen weiterhin durch ein breit gefächertes Finanzpaket ab und sorgen mit einem effizienten Controlling für Transparenz. Ein Kernpunkt dabei ist die datenbasierte Steuerung der Maßnahmen, wie wir sie in der Allianz für Lehrkräftebildung vorsehen. Dazu eine Zwischenbilanz: Im Wintersemester 2012/2013 lag die Zahl der Lehramtsstudierenden bei 4.183. Zehn Jahre später lag sie bei 7.099. Damit war sie fast 70 Prozent höher. Ich glaube, niemand im Raum wird behaupten, dass das daran liegt, weil sie alle zehn Jahre länger studiert hätten. Ebenso erfreulich sind die Bewerbungszahlen (Zuruf) für den Vorbereitungsdienst an Grund- und Gemeinschaftsschulen. Ich nenne die ganz aktuellen Zahlen. Im August 2025 konnten die geplanten 215 Plätze aufgestockt und 50 weitere grundständig qualifizierte Personen in den Vorbereitungsdienst aufgenommen werden. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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