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Peer Knöfler

CDU 25.09.2025 Sitzungen 20/97

Deswegen lieber gar nichts machen?) – Wieso? Wir machen doch ganz viel! Wir machen ganz viel. Wir kritisieren hier jetzt aber den Reiche-Plan, und darum geht es. Wenn Frau Reiche in Gaskraftwerke investieren will – bis zu 20 Gigawatt – und die ausbauen will, dann kostet das richtig Geld. Dieser Ausbau würde dazu führen, dass uns Investitionen für den Ausbau der erneuerbaren Energien fehlten. Denn wir müssen Netze ausbauen, (Sybilla Nitsch) damit wir die erneuerbaren Energien weiter fördern können. Der LEE hat uns dementsprechend ein paar Hinweise gegeben. Der LEE weiß ganz genau – wir alle sind immer auf den Fachforen unterwegs, wo es darum geht –, dass wir hier das Modellland dafür werden könnten, die Sektoren zu koppeln. (Tobias Koch [CDU]: Sage ich doch!) Aus der Branche wissen Sie auch: Das kann gelingen. Es kann gelingen, die Flexibilität herzustellen, und vor allen Dingen die Speicherpotenziale an den verschiedenen Schnittstellen zu etablieren, sodass man dann die sogenannte Gefahr von der Grundlast ausgleichen kann. Eine Sache zur Wachstumsbranche: Dazu gibt es Zahlen. Es gibt Untersuchungen dazu, dass man bundesweit damit rechnet, dass wir, wenn man weiter auf erneuerbare Energien setzt, von privaten Investitionen von 260 Milliarden Euro ausgehen können. Es gibt aber Erhebungen dazu, dass wir mit dem Reiche-Plan mit einem Minus von 65 Milliarden Euro an Investitionen rechnen müssen genauso wie mit dem Abbau von Arbeitsplätzen. Hochschulen, Ausbildungsinstitutionen und andere Zusammenschlüsse haben sich teilweise wirklich spezialisiert, auch in den technischen Bereichen, in den Ingenieurbereichen, sich auf die erneuerbaren Energien zuzubewegen. Eine Sache muss klar sein – da ist es ganz schön merkwürdig, wie die Grünen agieren. Die Grünen verfolgen seit 2017 mit Standpunktpapieren eine Kraftwerkestrategie. Die Grünen hatten einen Minister in Berlin – der übrigens ganz schön doll auf Kuschelkurs mit der Lobby war, Herr Kollege Petersdotter –, der genauso gesagt hat: Wir gehen den Weg, wir wollen Gaskraftwerke installieren. – Okay, die kleine Beinote zu sagen, sie wären perspektivisch dann auch für Wasserstoff zu nutzen, war immer dabei. Aber von der Fachebene hat man ganz oft gehört – auch als wir über das LNG-Terminal gesprochen haben, haben wir ganz oft gehört –, man wisse noch gar nicht, wie das technisch eigentlich geht. „Perspektivisch“ wird dann zu 20 bis 30 Jahren. Herr Minister Goldschmidt hat in den Medien auch schon ganz viel Tränen fließen lassen, wie schlimm das jetzt sei, man mache sich abhängig von Energieimporten, von den fossilen Energien. – Entschuldigung! Sie als Grüne haben in der letzten Koalition den Weg bereitet. Dann brauchen Sie jetzt auch nicht zu weinen, dass die Pläne ausgebaut werden. Frau Reiche baut die Pläne aus, ja, aber den Weg haben Sie gebahnt.

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