Tobias Koch
Vielen Dank, Herr Kollege Habersaat. – Ich wäre jetzt eh darauf zu sprechen gekommen. Sie diskutieren hier über Führungskultur und über Umgang mit Mitarbeitern. (Zuruf SPD: Ja!) Gleichzeitig stellen Sie sich hier hin und sagen: Der Kollege Schrödter macht das nur, weil er sich hier ein Denkmal bauen will. – Was ist denn das für ein Umgang? (Christopher Vogt [FDP]: Er ist nicht mein Mitarbeiter!) – Na ja, aber! (Christopher Vogt [FDP]: Wenn Sie das so sehen, okay!) – Ist aber ungefähr das gleiche Bild, was Sie hier zeichnen. (Serpil Midyatli [SPD]: Gar nicht!) Das ist im Grunde nicht mehr die Antwort auf die Frage. (Martin Habersaat [SPD]: Ich habe im Grunde gar keine Antwort bekommen, Herr Kollege Koch!) – Doch, doch. – Ich finde, wir können Dirk Schrödter wirklich dankbar sein, dass er das jetzt angeht. Wir wären doch nie im Leben bei einer OpenSource-Umstellung, wenn sich nicht unser Digitalisierungsminister mit Nachdruck dahintergeklemmt hätte und dieses Mammutprojekt vorantreibt und jetzt umsetzt. (Beifall CDU) Dann wären wir doch nie dazu gekommen. Es muss eben mal einer machen, und Dirk Schrödter macht das. Dafür können wir ihm dankbar sein. Wir müssen gucken, dass wir hier nicht alles schlechtreden. Dass da Fehler passieren, ist klar. Dass das nicht reibungslos gelaufen ist, haben wir alle gesehen. Dass das nachgearbeitet werden muss, dass nicht die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen schuld sind, ist auch klar. Aber jetzt zu sagen, der Minister ist schuld, weil der sich nur ein Denkmal setzen will, das ist der gleiche schwierige Umgang mit Menschen, wie Sie ihn selber kritisiert haben, nämlich etwas zu unterstellen, was nicht der Fall ist. Er macht das in unserem Auftrag, weil wir als Parlament das alle befürwortet haben. Deswegen sollten wir auch weiterhin dafür eintreten und sagen: Der Weg ist genau der richtige.
