Beate Raudies
Vielen Dank, Frau Ministerin. – Dann wünsche ich mir für das Konzept und Ihre Überlegungen, dass Sie folgendes Szenario berücksichtigen: In meiner Heimatstadt Elmshorn gibt es sechs Grundschulen und diverse weiterführende Schulen. Es gibt eine Freiwillige Feuerwehr, die über 500 Einsätze im Jahr fährt, die eine Jugendfeuerwehr hat. Es gibt zum Glück noch ein THW, und es gibt auch eine DLRGOrtsgruppe. Trotzdem ist das für die Ehrenamtlichen eine Riesenherausforderung, an einem Tag alle Schulen zu bedienen. Dafür erwarte ich in Ihrem Konzept eine Lösung, weil ich Ihnen aus eigener Erfahrung sagen kann, dass die Ehrenamtlichen auch an den Grenzen dessen sind, was sie noch leisten können, auch wenn sie gern möchten. Das will ich ausdrücklich sagen. Die würden gerne noch viel mehr machen, aber wie soll man das? 500 Einsätze im Jahr als Freiwillige Feuerwehr, das ist schon was. Also bitte einfach an solche Dinge bei dem Thema auch denken. (Beifall SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Ja, vielen herzlichen Dank für den Hinweis, das nehmen wir mit. Wir wollen erreichen, dass jede Schülerin und jeder Schüler mindestens einmal im Leben mit dem Thema in einer solchen Form konfrontiert wird. Aber es gibt natürlich noch viele weitere Maßnahmen, die in Schule ergriffen werden. Das sind beispielsweise Themen, die wir in den Fachanforderungen curricular verankern werden – sicherheitspolitische Fragestellungen, aber natürlich auch Umweltaspekte. Auch das ist selbstverständlich. Wir arbeiten im Moment schon daran, die entsprechenden Fachanforderungen in dieser Hinsicht zu überarbeiten. Es wurde auch das Thema Fachtag und Lehrkräftefortbildung angesprochen. Just am vergangenen Freitag hat das IQ.SH eine Veranstaltung zum Thema Zeitenwende durchgeführt. Das wurde ebenfalls (Ministerin Dr. Dorit Stenke) durch das Innenministerium begleitet. Die Staatssekretärin ist dort zugegen gewesen und hat einen Vortrag aus der Perspektive von Bevölkerungs- und Katastrophenschutz gehalten. Das alles sind Elemente, die wir zusammentragen können und zusammentragen werden. Denn wie in den meisten Fällen ist es so, dass wir ein buntes und vielfältiges Programm brauchen, um ein solches Thema wirklich gut bearbeiten zu können. Es kommt darauf an, das Bewusstsein zu schärfen, die Sicherheit für den Ernstfall zu vermitteln und Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler über Prävention, Wissen und konkrete Handlungsempfehlungen zu ertüchtigen. Denn die beste Resilienz ist das Wissen um die eigene Selbstwirksamkeit. – Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Marc Timmer [SPD])
