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Niclas Dürbrook

SPD 24.07.2025 Sitzungen 20/94

Herr Kollege, mit Verlaub, das, was Sie gerade gesagt haben, zeigt, dass Sie offenbar über den Fall dann doch anders informiert waren als wir, die an der Ausschusssitzung teilgenommen haben. (Lukas Kilian) Sie haben gerade gesagt, was man mit dem Land in dem Fall thematisiert hat. Wir haben genau den Punkt – ich glaube, das war der öffentliche Teil, deswegen kann ich darauf Bezug nehmen – in der Ausschusssitzung hinterfragt. Uns wurde vonseiten des Sozialministeriums bestätigt, dass man mit diesem Fall vorher nichts zu tun hatte, dass man den Menschen nicht auf dem Schirm hatte und dass man diesen Menschen das erste Mal durch die Tat auf dem Schirm gehabt hat. (Christopher Vogt [FDP]: Da hätten Sie Kilian fragen sollen! Herr Kilian wusste ja Bescheid!) Da kann man mit dem Land vorher nichts thematisiert haben. Also, das zeigt an der Stelle ja sehr anschaulich: So intensiv kann das alles nicht gewesen sein. – Ich kann Ihnen ganz genau sagen: In diesem Fall war es so, dass die Gemeinde, die Stadt Glinde mit dem Kreis alles Mögliche versucht hat. Sie haben gerade gesagt, mit dem Land. – Warten Sie mal! Ganz ruhig! (Zuruf: Jetzt reicht es aber!) Man hat mit dem Kreis die ganzen Themen problematisiert und sehr deutlich gesagt: Wir stoßen hier an die Grenzen. Man hat dann zu diesem Thema – nicht anhand des Einzelfalls, sondern abstrakt generell – gesagt, wir brauchen eine Lösung im Land für diese Fälle. Im selben Wahlkreis hat die Gemeinde Wentorf erzählt: Wir haben auch jemanden, der mit allem Drum und Dran Feuer in der Wohnunterkunft legt. Wir müssen einen privaten Sicherheitsdienst einschalten, um die anderen zu beschützen und Ähnliches. Das Problem wurde abstrakt, generell nach oben gegeben. Wenn das für Sie neu ist, dass die Kommunen sagen: „Wir haben ein Problem mit straffälligen Menschen, die sich in unseren Unterkünften befinden“, tut es mir leid. Sie stellen gerade deswegen doch so einen Antrag, weil es ein Problem ist – und zwar in allen möglichen Bereichen des Landes. Dieses Thema und gerade der Glinder Fall sind der Beweis dafür, dass Ihre Lösung nicht funktioniert. Denn genau das hat die Stadt Glinde gemacht: Sie hat den dann im Togohof untergebracht – das ist die alte Obdachlosenunterkunft, die extra dezentral liegt – und hat dort versucht, ihn zu beobachten. Er wurde sogar kurz vor der Tat noch einmal begutachtet, und dann wurde gesagt: Es gibt keine Fremd- und Eigengefährdung. – Darüber kann man sich auch aufregen. Ich sage ganz im Ernst, dass wir uns auch einmal die Gutachter anschauen müssen. Wie kommt man denn zu so einem Gutachten?

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