Nelly Waldeck
Wenn diese Strategie den Sinn hat, den Kreisen zu erklären, dass autonomes Fahren noch nicht genehmigt ist und dass wir Prognosen abschätzen können, wann es genehmigungsfähig sein wird und wann der Bund, an deren Regierung Sie beteiligt sind, tätig wird, könnte man sich dafür engagieren, dass diese Genehmigung früher kommt. Wenn wir dieses Informationsschreiben an die Kreise senden sollen, dann machen wir das sehr gerne. Aber das ist sehr viel unaufwendiger, als eine Strategie zu schreiben. Das beantwortet meine Frage nicht, was beim konkreten Fachkräftemangel hilft, wenn wir den Kreisen diese Antwort senden und eine Strategie mit Potenzialen aufstellen. Denn die Frage, die wir uns alle stellen, ist: Wann ist denn der autonome Verkehr so weit, dass er im Busbereich eingesetzt werden kann? – Sie haben ja vorhin selbst darauf verwiesen, wie umfangreich die Studienlage mittlerweile ist. Ich glaube, wir beide haben im Wesentlichen gelesen, was in den Studien steht. Ich weiß nicht, ob andere, die sich an dieser Diskussion beteiligten, das auch in der Tiefe getan haben. Ich fand das erhellend, was da zu lesen war, weil es ja mittlerweile durchaus einen Korridor gibt, bei dem sich abzeichnet, wofür man realistisch in fünf Jahren, in zehn Jahren die autonome Mobilität verwenden können wird und wofür man sie allerdings nicht verwenden können wird, bei welchen Szenarien es sich wahrscheinlich rechnet, bei welchen es sich nicht rechnet. Ja, ich würde mir wünschen, dass man das für Schleswig-Holstein in einem Konzept einmal zusammenträgt. Da könnte man übrigens all das, was wir momentan an Daten im Land aufgrund der verschiedenen Pilotprojekte haben, weil wir momentan auch bei SMILE24 schon die Daten tracken, die man für genau solche Geschichten verwenden könnte, zusammentragen. Wie funktioniert autonome Mobilität im ländlichen Raum? Das könnte man alles dafür verwenden. Ja, ich glaube, das wäre hilfreich für Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker vor Ort, die sich gerade Gedanken machen. (Beifall SPD, SSW und Dr. Heiner Garg [FDP])
