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Lasse Petersdotter

GRÜNE 23.07.2025 Sitzungen 20/93

Keine Lust?) Ich finde das ganz schwierig. Ich finde das ganz, ganz schwierig. Deshalb ist es unser gutes Recht als Opposition, die Regierung zu kontrollieren. Da habe ich der SPD-Fraktion Beifall gegeben, dass sie die Aktuelle Stunde beantragt hat. Das ist unsere Aufgabe. (Beifall SSW, SPD und FDP) Wenn man sich einmal den Spaß erlaubt, zu gucken, was die Presse über das Thema geschrieben hat und welche Zahlen eigentlich im System sind, dann hoffe ich, dass die Bildungsministerin dazu gleich ein paar erhellende Worte sagen wird. 6936 Schleswig-Holsteinischer (Jette Waldinger-Thiering) Wenn man auf die Homepage vom Bildungsministerium geht, steht da, dass der Vertretungsfonds mit 13,8 Millionen Euro für alle Schularten ausgestattet ist. Dann steht da natürlich drin: Mit diesen Mitteln soll krankheitsbedingter Unterrichtsausfall verhindert werden. Wenn es möglich ist, soll jede erkrankte Lehrkraft ab der ersten Stunde ersetzt werden. Ich weiß von vielen Schulen, die sich natürlich nicht gemeldet haben, weil die gedacht haben: Wir müssen erst einmal unser Vertretungskonzept nutzen; also vergrößern wir schnell die Klassen. – Klassen werden zusammen unterrichtet. Doppelsteckungen fallen weg und all diese Dinge, die dafür Sorge tragen, dass wir das System am Laufen halten können. Da müssen wir sagen: Das sind die Systeme, die wir eingeführt haben, um zum Beispiel der Inklusion gerecht zu werden, um auch Kindern mit anderen Herausforderungen zu helfen. Frau Ministerin, vielleicht können Sie das nachher noch erklären: Die Zahl von 8,4 Millionen Euro geistert ja im Raume umher, insgesamt aber steht auf ihrer Homepage die Zahl 13,8 Millionen Euro. – Da fehlen ein paar Millionen, keine Ahnung. Vielleicht können Sie uns nachher auch erklären, wie Sie denn für den Rest des Schuljahres Geld für den Vertretungsfonds finden wollen, um den aufzustocken. Ganz ehrlich, wir haben heute Mittwoch; es sind noch drei Tage, bis am Freitag alle Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in die Sommerpause gehen. Wir haben das PZV, in dem die Stellen sind, in das die Schulen reingucken können, wenn sie Lehrkräfte benötigen, um das nächste Schuljahr zu planen. Wir sprechen darüber, dass Lehrkräfte mit ihren Kräften wirklich am Ende sind, weil wir ihnen immer wieder etwas Neues aufbürden. Und dann gehen sie jetzt in die Sommerpause und wissen eigentlich gar nicht: Wie funktioniert das nächste Schuljahr? – Das kann dann nur so funktionieren, dass Klassen noch größer werden, dass Unterricht gar nicht erst angeboten wird. Das ist die fatalste Situation, die wir unseren Kindern und ihrer Zukunft bieten können. Wir wissen, wir haben nicht genug Geld für Bildung. Deshalb würde ich mir wünschen, dass der neue Bundeskanzler einmal Kinder und Jugendliche ins Bundeskanzleramt einlädt, und er eine Idee davon bekommt, wie Deutschland vorankommt, indem wir mehr Geld geben. (Unruhe) Denn manchmal – häufig – haben Kinder und Jugendliche deutlich bessere Ideen als wir Erwachsenen. Die können uns ganz genau sagen, wo der Fehler im System liegt. Insofern: Opposition wirkt; darauf können wir stolz sein. Wir haben unsere Aufgabe auf alle Fälle erfüllt. – Vielen Dank. (Beifall SSW, SPD und vereinzelt FDP)

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