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Beate Raudies

SPD 19.06.2025 Sitzungen 20/91

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Ministerin, ich äußere mich jetzt hier als eine etwas Fachfremde, aber ich gebe zu, dass an dem Thema mein Herz hängt, und ich habe auch sehr gerne mit an dieser Großen Anfrage gearbeitet. Ich glaube, die Akzep- (Beate Raudies) tanz des Ergebnisses und die Nachfrage nach dem Ergebnis hat – bei allem, was gerade die Kolleginnen und Kollegen der Koalition hier gesagt haben – gezeigt, dass das noch keine Frau im Land weiß, was da an den Hochschulen schon passiert und wie weit wir da an den Hochschulen schon sind. Ich kann das nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass der Landesfrauenrat und viele andere Gleichstellungsbeauftragte sowie viele andere Frauen aus unserer Fraktion – und die Männer im Übrigen auch – mich angesprochen und gesagt haben: Endlich kümmert sich mal einer um die gesundheitlichen Belange von Frauen im Land. All das, was Sie ergänzt haben, Herr Kollege Hansen und Herr Kollege Balke, ist wichtig und auch richtig. Aber mehr als die Hälfte der Bevölkerung verdient doch einen Extrablick und nicht nur: Das ist dann dabei, wenn wir die anderen alle in den Blick nehmen. – Das ist, glaube ich, der unterschiedliche Fokus, der das ausmacht. Ich freue mich total, dass das jetzt in den Ausschuss geht, wo es sicherlich gut bearbeitet wird. Aber ich will noch ein Argument für diesen besonderen Lehrstuhl nennen. Als wir in Schleswig-Holstein die Gleichstellungsbeauftragten in den Verwaltungen eingeführt haben, haben auch alle gesagt: Was sollen die denn machen? Wir gucken doch da darauf, was da passiert. – Schauen Sie sich an, was das für die Förderung von Frauen in Führungspositionen ausgemacht hat, was das für die Verwaltungen bedeutet hat, was das auch für Gender- und Geschlechterpolitik und für Frauenrechte in den Kommunen bewirkt hat, dass es diese Stellen gibt, die sich speziell um die Belange der Frauen in den Kommunen gekümmert haben. – Ich sehe ein Nicken auf der Regierungsbank, das nehme ich als Zustimmung. Das könnte vielleicht ein Argument sein, zu sagen, wir brauchen doch diesen einen besonderen Lehrstuhl, der mit diesem besonderen Fokus auf die Belange der größten Bevölkerungsgruppe im Land schaut. – Vielen Dank. (Beifall SPD)

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