Patrick Pender
Vielen herzlichen Dank, Herr Kollege. Eine klärende Nachfrage – da haben Sie mich jetzt doch neugierig gemacht –: Bei den Richtlinien der Förderung gibt das Land Schleswig-Holstein ganz klare Anhaltspunkte, die gut moderiert durchgeführt und im Nachgang noch mal kontrolliert werden. Unter Punkt 2.4 steht: „Projekte, die vorrangig kommerzielle Ansätze verfolgen, werden nicht gefördert.“ (Kianusch Stender) Zur Kritik, die Sie eigentlich in den Raum gestellt haben: Das wird ja so schon wahrgenommen, festgehalten, praktiziert. Die Förderung geht – wie Sie meinten – gerade an Kommunen. Ich kann von meiner Stadt Norderstedt sprechen: Der EVSH hat hier Turniere mit veranstaltet, hat Equipment mit bereitgestellt. Unterstützen Sie diese Maßnahmen? Haben Sie diese Maßnahmen schon selbst, auch in Ihrem Wahlkreis, feststellen können? – Denn Sie haben sie gerade gewünscht, aber es findet ja schon seit Jahren statt. – Mein Wahlkreis ist die Stadt Flensburg. (Christian Dirschauer [SSW]: Schöner Wahlkreis!) Deswegen können Sie sicher sein, dass ich mich mit dem Thema in meinem Wahlkreis irgendwie schon beschäftige. (Unruhe) Die Kritik, die ich aber gerade am Bereich des Kommerzes im Bereich E‑Sport geäußert habe, war genau auf Ihr Abfeiern in Ihrem Beitrag an diesem Rednerpult gerichtet. Denn ich finde es nicht ausreichend, auch wenn die Richtlinien richtig sind, sich da ganz explizit gegen Kommerz zu stellen. So weit käme es noch, dass wir das auch noch mit Steuermitteln finanziell unterstützen würden! Es ist viel wichtiger, dass wir da noch viel lauter in der Debatte sind und dass wir mit dem, was wir gerade auch an finanziellem Volumen und mit politischem Engagement in diesem Bereich machen, in keiner Weise gegen das ankommen, was gerade die Großkonzerne mit ihren Leistungszentren, mit ihren Großveranstaltungen anstellen. Da kann in Norderstedt gerne noch ein zweites Zentrum aufgemacht werden und sich noch ein dritter Sportverein daran beteiligen. Dann kommen wir dem Ganzen nur ein kleines Stück näher. Ich glaube, die Anstrengungen, die jetzt gerade entstehen, reichen nicht aus.
