Martin Habersaat
Vielen Dank, Herr Kollege Krüger. – Nur damit ich das richtig verstehe: Die KMK sagt, in Schleswig-Holstein werde eine Stunde zu viel unterrichtet. Sie haben sich von allen denkbaren Stunden, die man dafür streichen könnte, für WiPo entschieden. – Netter Versuch, Herr Habersaat. Nein, die KMK gibt natürlich Vorgaben für ganz Deutschland. Schleswig-Holstein liegt oberhalb dieser Vorgaben. Die KMK macht aber noch sehr viel mehr Vorgaben. Das ist nicht die einzige Vorgabe der KMK. Hinzu kommen Vorgaben zur historischen Bildung, zur Sprachbildung, zu den Schwerpunkten, die man in der Oberstufe machen muss. All das sorgt dafür, dass Entscheidungsträger hier in Schleswig-Holstein die Schwierigkeit haben zu eruieren, wo man da jetzt noch groß reduzieren kann. Da bleiben nicht mehr so viele Möglichkeiten, wie wir uns das vielleicht wünschen würden, sondern da bleiben nur ein paar Entscheidungsmöglichkeiten. Man muss zwischen schlecht und schlecht abwägen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU – Christopher Vogt [FDP]: Und Sie haben sich für WiPo entschieden!) Ich glaube, dass es richtig ist, dass es diese KMKVorgaben gibt, auch wenn das in der Oberstufe leider diese Doppelbelegung getroffen hat. (Zuruf Serpil Midyatli [SPD]) Schauen Sie einmal, was es für große Unterschiede gibt. Herr Habersaat erwähnt hier – das oft auch zu Recht – an jeder dritten Stelle das Bundesland Hamburg. In Hamburg gibt es bei den Halbjahreskursen momentan 32 bis 40 Halbjahreskurse. In Schleswig-Holstein waren wir über 40. Das alleine zeigt schon, dass es zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein in der Oberstufe sehr große Unterschiede gibt. Da müssen wir doch ran. Das können wir doch nicht akzeptieren. Da brauchen wir mehr Einheitlichkeit. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU)
