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Martin Balasus

CDU 18.06.2025 Sitzungen 20/90

Ich würde gerne erst einmal fortfahren. – Zur FDP möchte ich sagen: Ja, Ihre Position ist, es brauche nur Prävention in den Schulen und keine Einschränkung. In meiner Wahrnehmung ist das eine Ignoranz des Istzustandes. Besonders jeder, der mal in Schule aktiv war – das sind ja einige der Anwesenden heute –, weiß, was das für ein drängendes Problem ist. Die Handynutzung ähnelt in Teilen – nicht bei jedem – einem regelrechten Suchtverhalten. Nur mit regulären Präventionsprogrammen wird das Ganze nicht in den Griff zu bekommen sein. Es braucht natürlich eine Kombination. Das weiß man auch zum Beispiel, deswegen wollte ich das ja fragen, in Bremen: Da hat die SPD-Bildungssenatorin die Handynutzung unlängst bis Ende Klasse 10 untersagt. Unsere Linie ist ganz klar: Nur die Kombination aus vernünftiger Medienerziehung und Einschränkung der Nutzung ist der richtige Weg. Wir sind es unseren Kindern schuldig, dass wir schnellstmöglich eine Regelung finden: Nach den Sommerferien wird es so weit sein. (Martin Balasus) Wenn Sie eine Anregung mitnehmen möchten: Schauen Sie einmal in das Buch von Silke Müller. Die Dame hat ein Buch geschrieben: „Wir verlieren unsere Kinder!“. Darin beschreibt sie, was im Klassenchat unserer Kinder abgeht. Das ist gruselig. (Beate Raudies [SPD]: Aber das ändern Sie doch nicht durch ein Verbot in der Schule!) – Der Klassenchat hat natürlich etwas mit Schule zu tun. – Hitler-Memes, die verschickt werden, sind noch harmlose Beispiele, es gibt auch Videos mit Nahaufnahmen von Kastrationen und anderen Dingen, die wir uns gar nicht vorstellen können, dauerhaft sexualisierte Inhalte. Wir ignorieren diese Problemlage schon viel zu lange. Wir müssen jetzt dringend eine Regelung für das nächste Schuljahr auf den Weg bringen. Das sind wir unseren Kindern schuldig. – Vielen Dank. (Beifall CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)

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