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Kianusch Stender

SPD 18.06.2025 Sitzungen 20/90

Vielen Dank. – Ich finde die Begründung zu den Privilegien der 10. Klasse ein wenig komisch. Wir hatten vor einigen Wochen eine dialogP-Veranstaltung an einer Schule in Niebüll, in der wir unter anderem über das Thema Handynutzung diskutiert haben. Uns wurde erklärt, dass das bei denen an der Schule so gehandhabt wird: Diejenigen, die in der Oberstufe lernen, haben andere Regelungen als die in der Unterstufe und die in der Mittelstufe wiederum andere Regelungen. Deswegen sind die in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht, damit die Lehrkräfte es einfacher haben, das Ganze zu unterscheiden und zu schauen, wer darf was. Ich fand das damals schon etwas zu kompliziert, vor allen Dingen: Wie macht man denn das, wenn alle zusammen in der Mensa sitzen? Es geht nicht nur um den Unterricht, sondern auch um die Zeit dazwischen. Aber das nur in der 10. Klasse zu handhaben, stelle ich mir für die Lehrkräfte – Sie sind selber auch ausgebildete Lehrkraft – sehr schwer vor. Wie sollen sie erkennen, wer das machen darf oder wer nicht? Muss man jetzt auswendig lernen, wer alles in der 10. Klasse ist und diese Privilegien haben darf und wer nicht? (Malte Krüger) (Zuruf Christopher Vogt [FDP]) – Herr Stender, ich bin auch Realschüler gewesen, und deswegen habe ich mich bei dieser Debatte an meine eigene Schulzeit erinnert, wie das bei uns damals war. Ich glaube mich zu erinnern, dass man im 10. Jahrgang in Bezug auf die Handynutzung mehr Möglichkeiten hatte. Aber es geht nicht darum, dass die Zehntklässler durch die Schulflure laufen und die Handys nutzen, sondern es geht darum, dass die Handys durch den 10. Jahrgang zum Beispiel in bestimmten Räumen – im Mensa-Bereich oder in bestimmten Klassenräumen – genutzt werden müssen. Deswegen existiert dieses Problem nicht, das Sie geschildert haben, dass Lehrkräfte sich das alles merken müssen. (Beifall Jasper Balke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Ich möchte aber noch auf eine zweite Sache hinweisen. Natürlich sind auch Lehrkräfte in der Verantwortung, eine Vorbildfunktion wahrzunehmen. Wenn also eine Schule die Handynutzung zum Beispiel im Schulflur untersagt, aber eine Lehrkraft permanent mit einem Handy in der Hand durch die Flure läuft, dann konterkariert das eine solche Lösung. Das ist das eine; gleichzeitig ist es enorm wichtig – darauf hat die Ministerin auch hingewiesen –, dass Lehrkräfte zu diesem Thema weiterhin fortgebildet werden, gerade bezüglich KI. Das haben Sie ausgeführt, Frau Ministerin. Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir am Nabel der Zeit bleiben. Wir Grüne fänden es sehr gut, wenn wir das wirklich sehr erfolgreiche KI-Projekt, das Sie erwähnt haben, landesweit hinbekommen. Ich glaube, damit wäre vielen Schulen in der jetzigen Zeit geholfen. – Vielen Dank. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU)

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