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Sybilla Nitsch

SSW 21.05.2025 Sitzungen 20/87

So ist es!) Denen mit einer Grundfinanzierung noch weiter beim Aufbau zu helfen, wäre eine gute Maßnahme. Der Kollege Buchholz hat eben angesprochen, dass nicht alles mit der Weltlage zu erklären ist. Das möchte ich gerne unterstreichen. Sie haben zentrale Punkte der Ansiedlungsstrategie noch nicht umgesetzt. Die einzelnen Punkte werde ich – damit wir noch alle zum Mittag kommen – jetzt nicht wiederholen. Aber ich möchte diese Punkte noch um zwei weitere ergänzen. Herr Petersdotter hat es angesprochen: Die schleswig-holsteinischen Hochschulen haben massive Finanzierungsprobleme. Lehrstühle werden abgebaut, Projektförderungen nicht verlängert. Uns geht dort so viel Kapital verloren, das uns wirtschaftlich so sehr helfen würde. Wir haben dort viele innovative Köpfe, so viel Erfindergeist. Wir haben Forschungsergebnisse, die zu Ausgründungen führen könnten, die wiederum zu echten Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen führen würden. Dann gibt es noch potenzielle Ansiedlungen, die bei uns gar nicht ankommen, weil die Unternehmen die Rahmenbedingungen hier nicht vorfinden. Infrastruktur wurde angesprochen, aber auch die fehlenden Fachkräfte sind ein Problem. Herr Minister, ich habe Ihr Porträt in den Kieler Nachrichten mit einem Schmunzeln gelesen. Dort sagen Sie, dass Ihr größter politischer Erfolg das Welcome Center sei. Wenn Sie meinten, dass die mediale Ausbeute besonders groß war, dann würde ich Ihnen zustimmen. (Beifall SPD) Aber wenn es darum geht, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wiederhole ich noch einmal: Statten Sie das Welcome Center bitte vernünftig aus! Auch die Beschäftigten dort vor Ort hätten das verdient. (Beifall SPD und FDP) Am Ende noch einmal zurück zur Flächenentwicklung: Wir haben jetzt auf dem Northvolt-Gelände mit 600 Millionen Euro Steuergeld von Bund und Land eigentlich genau diese Flächenentwicklung gemacht – zugegeben über reichlich Umwege, aber die Fläche ist entwickelt: Alles ist gelevelt, man kann darauf direkt bauen, und das wird in Teilen auch schon getan. Ganz ehrlich, das hätte uns deutlich günstiger kommen können. Mein Appell lautet: Mehr strategische Planung, mehr Entwicklung und am besten in einer Entwicklungsgesellschaft. – Vielen Dank. (Beifall SPD, Dr. Bernd Buchholz [FDP] und Christian Dirschauer [SSW])

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