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Martin Balasus

CDU 28.03.2025 Sitzungen 20/86

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zuallererst möchte ich mich bei der Ministerin herzlich für ihren Bericht bedanken, und ich möchte mich natürlich bei all denjenigen bedanken, die bei diesem Mammutprojekt des pädagogischen Rahmenkonzepts sowie bei der Richtlinie mitgewirkt haben. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Bei der Gesamtschau eines Großprojekts ist es natürlich so, dass sich die Opposition einzelne Punkte heraussucht, die sie kritisieren möchte. Wenn man sich das ganze Tableau anschaut, kommen wir zu der Schlussfolgerung, dass unglaublich viele positive Aspekte enthalten sind. Ich nenne nur ein Beispiel. Wir freuen uns besonders, dass das Rahmenkonzept Ganztag die Kinder, ihr Wohlbefinden und ihre Lern- und Persönlichkeitsentwicklung in den Mittelpunkt rückt. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Beate Raudies [SPD]: Das ist selbstverständlich!) Der Ganztag ist eine gewaltige Chance, die Schule von einem Lern- zu einem Lebensort weiterzuentwickeln und so einem ganzheitlichen Bildungsanspruch gerecht zu werden. Bewegungsangebote, Sport und Ruhephasen sind genauso Bestandteile wie die Förderung basaler Kompetenzen, Deutsch als Zweitsprache und eine durchgängige Sprachbildung. Dabei wird bewusst auf die Kooperation mit externen Partnern, die das Angebot bereichern, und auf das Einbinden außerschulischer Lernorte gesetzt. Der Ganztag soll unsere Kinder bei ihrer Entwicklung unterstützen, sodass ein Schwerpunkt ebenfalls auf die Chancengerechtigkeit gelegt wird. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Rahmenkonzept denkt den Kosmos Schule also vom Kinde aus. Die Richtlinie trägt der Heterogenität innerhalb der Bildungslandschaft in Schleswig-Holstein Rechnung. Mancherorts ist der Ganztag bereits gelebte Praxis. Ich erinnere mich nur an Norderstedt, wo wir uns einen Ganztagsbetrieb einmal ausführlich angeschaut haben. (Zuruf Malte Krüger [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Dort ist man sehr breit aufgestellt. Das ist nur ein Beispiel; es gibt auch viele andere Beispiele. An anderen Orten im ländlichen Raum – zum Beispiel bei mir im Dorf – steckt der Ganztag hingegen noch in den Kinderschuhen. Da gibt es bis jetzt nur ein Betreuungsangebot. Genau das soll eben ab 2026 zu einem vielfältigen Angebot ausgerollt werden. Dazu wurden sechs Modelle mit festen Kriterien – zum Beispiel Fachkräfte, Gruppengröße, Angebote zur Sprachförderung und so weiter – entwickelt. Dabei werden bewusst Anreize geschaffen, um die Qualität vor Ort weiterzuentwickeln. Es ist also kein starres Modell, sondern es gibt Anreize, in die nächste Stufe aufzusteigen und so den Ganztag vor Ort zum Wohle unserer Kinder weiterzuentwickeln. Zudem wird es landeseinheitliche Elternbeiträge mit Sozialstaffel und Geschwisterermäßigung geben. Liebe Kolleginnen und Kollegen, dass dieses hochkomplexe Werk Zeit braucht, ist doch ganz klar. Auf der schon mehrfach genannten Regionalkonferenz im November letzten Jahres wurde sowohl für das pädagogische Rahmenkonzept als auch für die Richtlinie das erste Quartal 2025 genannt, und – das wurde eben gesagt – beides wurde gestern publik gemacht – das Konzept auf der Homepage, und die Richtlinie ging in das Beteiligungsverfahren und an den Bildungsausschuss. Natürlich wollen wir als CDU-Fraktion, als die Kommunalpartei, dieses so wichtige bildungspolitische Thema aufgreifen. Ganz klar, es ist auch irgendwie logisch: Das öffentliche Interesse ist selbstverständlich groß. Wir haben schon mehrfach im Plenum über den Ganztag gesprochen. Aus diesem Grund findet am nächsten Mittwoch, am 2. April 2025, also nach Ablauf des ersten Quartals, ein Förderforum zum Ganztag statt. Es war überhaupt nicht unser Anspruch, die Richtlinie als Erste vorzustellen oder über sie ins Gespräch zu kommen. Das war überhaupt nicht so. Wir haben uns an dieser Frist orientiert. (Zurufe SPD) Es hieß erst: Ende des ersten Quartals. Das läuft jetzt aus. In der nächsten Woche beginnt der April. Dann sind wir im zweiten Quartal, und daher haben wir den Termin für die Veranstaltung so festgelegt. (Beifall CDU – Zurufe SPD) Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir freuen uns auf die Anregungen, die Rückmeldungen und die hilfreichen Hinweise aus dem Beteiligungsverfahren, sodass Schleswig-Holstein ab 2026 nicht nur dem Rechtsanspruch auf Ganztag gerecht wird, sondern auch den vielfältigen Bedürfnissen unserer Kinder. – Vielen Dank. 6444 Schleswig-Holsteinischer (Martin Balasus) (Beifall CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)

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