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Andreas Hein

CDU 26.03.2025 Sitzungen 20/84

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sonne und Wind schreiben WP) – 84. Sitzung (neu) – Mittwoch, 26. März 2025 keine Rechnung. Weil wir in Schleswig-Holstein schlau und innovativ sind, nutzen wir sie. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir haben die Windkraftanlagen erfunden, nutzen viele weitere erneuerbare Energien, sind diesen Dingen gegenüber sehr aufgeschlossen und haben dabei vor allem die Wertschöpfung im Blick. Vielleicht hat sich gerade deshalb das SkySails-Team für den Erprobungsstandort bei uns in SchleswigHolstein in Klixbüll entschieden. Sie wollen dort Windenergie austesten und machen das auch schon. Wie funktioniert so ein System? – Angetrieben vom Wind steigt ein Powerkite-Drachen in die Höhe. Mit zunehmender Höhe wickelt sich ein Seil von einer Winde ab. Die Zugkraft treibt einen Generator an, und dabei wird Strom erzeugt. (Dr. Heiner Garg [FDP]: Mensch!) Sobald das Seil die maximale Auslegungshöhe oder Arbeitshöhe erreicht hat – das sind Arbeitshöhen von 200 bis 400 Meter –, steuert ein Autopilot diesen Kite. Durch die Höhenwinde – die verschiedenen Winde in den unterschiedlichen Höhen – können Betriebsstunden generiert werden, die nahezu grundlastfähig sind. Sie sprechen von bis zu 5.000 Volllastbetriebsstunden. So ein System – damit man sich das vorstellen kann – kann in der heutigen Auslegung ungefähr 200 Haushalte mit Strom versorgen. Die nächstgrößere Variante, die sogenannte Megawattklasse, ist derzeit geplant. Gerade in anderen Ländern, in denen die Stromerzeugung nicht so sicher ist wie bei uns, ist SkySails, sind solche Flugdrachen nachgefragt. Es gibt sogar einen Erprobungsstandort auf Mauritius. (Unruhe CDU und FDP) Das System hat schon ein Frachtschiff angetrieben und ist sozusagen schon in den Schlagzeilen, mit Zeitungsberichten, mehrfach dabei gewesen. Ein Frachtschiff ist mit diesem Drachen angetrieben beziehungsweise unterstützt worden. Dabei konnte 15 bis 30 Prozent Kraftstoff eingespart werden. Allerdings hat sich das System dort noch nicht wirklich durchgesetzt. Seit 2019 hat das 120-köpfige SkySails-Team jetzt den Hauptsitz in Hamburg und eine Genehmigung für den Testbetrieb an dem Forschungs- und Entwicklungsstandort in Klixbüll. Diese ist im Oktober ausgelaufen. Sie hatten den Status eines sogenannten Flugbeschränkungsgebietes, und SkySails (Andreas Hein) musste nachweisen, dass dieser Drachen – dieses Powerkite-System – in den Luftraum integriert werden konnte. Um dies zu ermöglichen, benötigten sie länger Zeit als bis Oktober letzten Jahres. Sie haben sich an uns gewandt, und wir haben Gespräche geführt. Dann sind wir auf das Wirtschaftsministerium zugegangen. Die haben wiederum beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr Gespräche geführt und konnten – erst einmal bis jetzt – eine Verlängerung erreichen. So wie es aussieht, gibt es Signale, dass es auch länger geschehen kann. Die Auswirkungen auf die Umwelt, den Artenschutz und vor allen Dingen natürlich auf die Flugsicherheit müssen dort, auch wegen des Rettungshubschraubers, berücksichtigt und getestet werden. Um dieses innovative Unternehmen im Norden und vor allen Dingen auch bei uns in Schleswig-Holstein halten zu können, bitten wir die Landesregierung, sich für den Erprobungsstandort für Forschung und Entwicklung in Schleswig-Holstein einzusetzen. Daher bitte ich um Zustimmung für unseren Antrag. – Vielen Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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