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Nelly Waldeck

GRÜNE 26.03.2025 Sitzungen 20/84

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleg_innen! Ich glaube, uns allen ist das Thema grenzüberschreitender Verkehr und grenzüberschreitende Verkehrsbeziehungen sehr wichtig. Dazu gehört auch ein Tarif. Deswegen haben wir das Thema damals in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Wir arbeiten auch an vielen anderen Punkten, beispielsweise bei Flensburg-Weiche, an der Verbesserung der Verkehrsanbindung. Der SSW beantragt heute, das Nachbarschaftsticket – ein Tarif, der momentan vor allem auf der Linie nach Tønder besteht –, auszuweiten und auf alle Abomodelle des Landes anerkennen zu lassen. Das klingt erst mal sinnvoll und nachvollziehbar, aber wie das mit Tariflogiken eben so ist, ist das Ganze sehr viel komplizierter und die Umsetzung sehr viel schwieriger, als es in dem Antrag klingt. Zunächst haben wir die NEG-Strecke bis Tønder mit dem Nachbarschaftsticket. Das Nachbarschaftsticket gilt ausschließlich für den Bahnverkehr. Das heißt, wir reden nicht über die Busverkehre. Das wäre eine sehr viel kompliziertere Gestaltung des Tickets, weil man erst mal mit den ganzen Aufgabenträgern in Verbindung treten und sich mit der dänischen Seite abstimmen müsste. Den Teil lese ich in dem Antrag nicht – das ist das erste Problem. Wir müssen erst mal darüber diskutieren: Wollen wir das Nachbarschaftsticket auf die Busverkehre ausweiten? Dann besteht das Nachbarschaftsticket vor allem für den Bereich des Schienenpersonennahverkehrs. Da haben wir genau eine Verbindung, und das ist die nach Tønder. Perspektivisch, wenn wir die Leistung neu ausschreiben und die Ersatzleistung für die Verbindung nach Dänemark, den RE 7, übernehmen, kommen wir zu der Situation, dass Schleswig-Holstein Nahverkehrsleistungen ausschreibt, (Nelly Waldeck) die über die Grenze gehen, auch in Richtung Padborg. Dann sollten wir uns die Situation noch mal neu angucken. Dann gäbe es tatsächlich Potenzial, das Nachbarschaftsticket auszuweiten. Momentan fährt aber auf der Linie nach Padborg nur Fernverkehr, sodass wir gar nicht in die Möglichkeit kommen, das mit einem Nachbarschaftsticket, das aus Schleswig-Holstein gestaltet wird, auszuweiten. Das sind sehr konkrete Probleme, die sich für das Nachbarschaftsticket ergeben. Ich will an der Stelle auch einmal sagen, wir haben die Ausweitung beziehungsweise die Wiedereinführung des Grenzkieker-Tarifs in den Koalitionsvertrag geschrieben. Das Nachbarschaftsticket ist aber quasi der schleswig-holsteinische Weg des Grenzkieker-Tickets, weil es exakt dieselben Bedingungen und exakt dieselben Verkehre hat, die man nutzen kann. Insofern ist der Teil des Koalitionsvertrags an sich umgesetzt. (Sybilla Nitsch [SSW]: Der ist nicht umgesetzt!) – Weil das Nachbarschaftsticket besteht. Über die Qualität kann man ja diskutieren. (Sybilla Nitsch [SSW]: Nur nach Tønder! –

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