Sandra Redmann
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nach monatelangen Diskussionen über die schwierige Lage unserer Tierheime sind wir bisher leider kaum einen Schritt weitergekommen. Wir alle haben die Hilferufe gehört und wissen, wie dramatisch die Situation ist. Ihre Antwort darauf sind nette Reden und Verständnis. – Super. Dadurch wird sich aber rein gar nichts ändern. 350.000 Euro, das ist unser Antrag, und das ist der Betrag, der unbedingt benötigt wird. Diese Zahlen sind an uns von Tierheimen und vom Tierschutzbund weitergegeben worden. Das ist das absolute Minimum. (Annabell Krämer [FDP]: So ist es!) Das ist auch leistbar, es muss leistbar sein. Mit der Ablehnung unseres Antrages vergrößern Sie ganz bewusst zusätzlich die Probleme in den Tierheimen. Sitzung (neu) – Mittwoch, 29. Januar 2025 5887 (Vereinzelter Beifall SPD, FDP und SSW) Auch andere Vorschläge unsererseits, die im Übrigen kein Geld gekostet hätten, haben Sie bisher abgelehnt. Und wir haben Ihnen mehrfach – mehrfach! – die Hand gereicht. Bisher gab es eigentlich nur Krokodilstränen in Sonntagsreden. Aber Sie alle können sich dann ja zumindest in Ihren Wahlkreisen und in Ihren Kreisen um die Tierheime kümmern. (Beifall SPD, FDP und SSW) Ich möchte mal einige Punkte dazu benennen, die definitiv schon genannt wurden, was mit dieser Summe gemacht werden sollte: eine neue Heizung und ein neues Auto zum Tiertransport in Schleswig, eine Quarantänestation in Rendsburg, eine neue Heizung in Lübeck, Dachreparaturen, Zaunbau und viele andere Maßnahmen – übrigens in jedem Tierheim in Schleswig-Holstein. (Beifall SPD, FDP und SSW) Die Tierheime sind nicht durch eigenes Verschulden in diese wirklich dramatische Situation gelangt, ganz im Gegenteil. Und Sie lassen sie allein! In dieser Regierungskoalition hat Tierschutz keinen Platz. (Beifall SPD, FDP und SSW)
