Martin Habersaat
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich habe die Zeit genutzt, um in den Brief in Sachen psychischer Belastung von Schülerinnen und Schülern zu gucken, den Kollege Balasus erwähnt hat, und was da so drinsteht. Da steht tatsächlich: Die wollen weniger belastet sein – psychisch weniger belastet, Herr Balasus. Dann steht da, sie wünschen sich eine Reduktion in der Oberstufe – das erwähnen Sie ja häufig genug. Aber von Stundenstreichungen der Sek I – das ist Klasse 5 bis 10, für alle, die es nicht wissen – ist da an keiner Stelle die Rede. Da ist davon die Rede, dass 38 Stunden in der Woche nicht überschritten werden sollen. (Martin Balasus [CDU]: Aber in der Anhörung wurde es gesagt!) Den Schülerinnen und Schülern ging es mitnichten um die Reduzierung von Lehrerstellen und Unterrichtsangebot, sondern um die Frage, mit welchem Workload die eigentlich in Sachen Hausarbeiten und Projekten in ihrer Freizeit noch belastet werden, Herr Balasus. Das ist schon fast bösartig falsch verstanden. (Beifall SPD, FDP und SSW) Zu Ihrer zweiten Behauptung, Sie hätten nur positive Rückmeldungen zu diesem Vorhaben bekommen. Die Philologen – sozialdemokratischer Umtriebe unverdächtig – (Heiterkeit Dr. Heiner Garg [FDP]) schreiben: „Haushaltseinsparungen im Bildungsbereich rütteln am Fundament der Gesellschaft“ Die Landesschülervertretung der Gymnasien: „Sparen an der Kontingentstundentafel ist verheerend. … Das wird sich … auf die Leistungen auswirken.“ Ein Gymnasialschulleiter aus Norderstedt, den ich lieber nicht namentlich zitiere, weil er sonst bestimmt wieder vorgeladen wird: „Weniger Unterricht bedeutet weniger Lehrer … Dass davon die Ergebnisse nicht besser werden, ist … jedem bewusst.“ Abschließend, Frau Prien, möchte ich noch mal auf den Punkt kommen, Sie sparten nicht an der Chancengerechtigkeit. Womit haben Sie beim Sparen in der Bildung denn angefangen? Womit ging es denn bei den letzten Haushaltsberatungen los? – Da haben Sie die DaZ-Kurse vergrößert. WP) – 78. Sitzung (neu) – Mittwoch, 29. Januar 2025 (Martin Balasus [CDU]: Wenn wir konsequent Zuzug haben und die Zahlen explodieren, ist es klar!) Was ist denn das anders als ein Einschnitt bei der Chancengerechtigkeit bei den Schwächsten in unserem Schulsystem? (Beifall SPD – Zuruf: Sehr richtig, sehr richtig!) Ich will die letzte Minute für ein Thema nutzen, das eigentlich mit diesen Haushaltsberatungen noch gar nicht dran ist, über das aber die Regierungsfraktionen interessanterweise besonders viel geredet haben. (Wortmeldung Martin Balasus [CDU])
