Dr. Kai Dolgner
Herr Kollege Petersdotter, ich hatte ja vorhin mal darauf aufmerksam gemacht, dass wir über das Thema „unvermeidbar“ oder die Vermeidungsstrategien reden müssen. (Unruhe Sandra Redmann [SPD]) – Sandra? – Wir leben ja in dieser wunderbaren Welt, wo es durchaus auch mal noch Menschen gibt, die sich damit beschäftigen, neue Innovationen zu haben. Ich habe Ihnen den Link zugeschickt, aus dem ich jetzt zitieren werde. Das ist eine Veröffentlichung im Deutschen Ingenieursblatt vom April dieses Jahres. Die Forschungen dazu sind schon ein bisschen älter, aber die sind jetzt relativ weit. „‚Bei einem Anteil von 20 Volumenprozent Kohlenstoffpellets im Beton erreichen wir Netto-Null-Emissionen‘, sagt Mateusz Wyrzykowski. Das heißt, die gespeicherte Menge Kohlenstoff kompensiert alle Emissionen, die bei der Produktion der Pellets wie auch des Betons anfallen. Während man wohl auch beim Normalbeton (Dichte zwischen 2.000 bis 2.600 kg/m3) mit 20 Volumenprozent die Grenze noch nicht erreicht hat, wird das negative Emissionspotenzial bei Leichtbeton … besonders sichtbar.“ (Serpil Midyatli [SPD]: Du wolltest es so, Lasse!) – Zuhören ist da gut! „Ein Anteil von 45 Volumenprozent Kohlenstoffpellets im Beton führen zu insgesamt negativen Emissionen von … 290 kg CO₂/m3.“ Im Gegensatz zur Kernfusion, wo seit 1980 immer gesagt wird, in 40 Jahren haben wir das, reden wir hier von einer angewandten Forschung. Ich sage nicht, dass das für jede Anwendung ist, aber die sind viel weiter. Das ist eine Bemerkung, das ist gar keine Frage, ich habe es gar nicht erwartet, aber vielleicht hilft es dann auch mal, wenn Men- (Lasse Petersdotter) schen etwas Wissenschaftliches einfügen, sich das auch anzuhören. (Zurufe CDU: Oh! – Martin Habersaat [SPD]: Dass Sie das anders sehen, dachte ich mir!) – Sie könnten sich jetzt eigentlich freuen und mich nach dem Link fragen, weil das das Problem lösen würde.
