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Sybilla Nitsch

SSW 21.11.2024 Sitzungen 20/73

Geehrte Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Ich möchte noch einmal ein bisschen auf die Worte von Herrn Kumbartzky eingehen. Die waren ja an einen Mann gerichtet; ich habe mich trotzdem als dänische Royalistin angesprochen gefühlt. Ich möchte einmal darauf eingehen, dass wir ja immer nach Dänemark schauen. Ja, und soll ich Ihnen mal etwas sagen? – Wir schauen auch kritisch nach Dänemark. Sie werden es nicht glauben, wir haben in Dänemark auch Kontakte zu sehr vielen Umweltund Naturschutzverbänden. Wenn man glaubt, dass diese ganze Geschichte um CCS und CO -Speiche2 rung in Dänemark unkritisch debattiert wird, dann hat man die falschen Zeitungen gelesen. Denn da ist richtig was los, weil in Dänemark zum Beispiel jetzt eröffnet wurde, dass man teilweise unter Land und in Gebiete der Ostsee speichern will. Ich kann Ihnen sagen, dass sich da viele Parteien auf den Weg machen und Widerstand leisten. Es sind auch ganz viele Verbände und zivilgesellschaftliche Verbände, die übrigens sehr grünennah sind. Das heißt, wir haben da einen Diskurs, der nicht immer so grüngewaschen, toll ist, sondern der sehr kritisch ist, und den gucken wir uns auch genau an. Ich möchte noch ein, zwei Sachen dazu sagen, denn ich komme ja aus Nordfriesland. In Nordfriesland ist am letzten Freitag Folgendes passiert. Da hat der Kreistag relativ geschlossen – es waren einige Fraktionen, die sich enthalten haben – mit den Stimmen der CDU-Kreistagsfraktion und der grünen Kreistagsfraktion Nordfriesland tatsächlich einem Antrag, der dafür ist, dass der Kreis Nordfriesland CCS-frei ist und in Zukunft bleibt, zugestimmt. All die Punkte, die wir aufgezählt haben und die sich dann natürlich auch an Landesregierungen und Bundesregierungen richten, sind auch in diesem Antrag, der fraktionsübergreifend dort beschlossen wurde, sehr, sehr deutlich formuliert worden. Ich weiß, dass hier einige im Raum sind, die durchaus Verbindungen nach Nordfriesland haben. Das möchte ich nur mal als Information reingeben. Wenn wir über Nordfriesland, über die Nordsee, über das Wattenmeer und über den wichtigen Schutzstatus, den das Wattenmeer hat, sprechen, dann ist es so, dass auch die UNESCO sehr stark davor warnt, dass diese Eingriffe mit der CCS-Speicherung und dem Pipelinebau vorgenommen werden, weil die Gefahr besteht, dass der Schutzstatus von der UNESCO aberkannt wird. Das ist als Warnung an Holland, an Deutschland und an Dänemark rausgegangen. Das ist Fakt. Darüber kann auch das Ministerium hier in Kiel nicht so einfach hinweggehen. Wir wissen auch, dass wir, wenn wir wirklich Klimaschutz wollen, unsere Ökosysteme schützen müssen und nicht weitere Eingriffe in unsere Ökosysteme, die noch intakt sind, vornehmen. Dabei geht es vor allen Dingen ums Wattenmeer.

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