Sophia Schiebe
Ach!) Aber bis Samstag ist ja auch noch Zeit, (Zuruf: Oha!) wobei Zeit ein relatives Thema ist. Denn die Kommunen stellen, wie wir alle wissen, schon seit dem 1. September 2024 Anträge zur Investition in ihre Schulen, um dieses Konzept umzusetzen, das es noch gar nicht gibt. Das ist aber nur ein Randaspekt des jetzigen Themas. Kollege Garg hat genau auf den entscheidenden Punkt hingewiesen: Ab 2026 wird es wahrscheinlich so sein, dass es einen attraktiven Alternativarbeitsplatz für Erzieherinnen und Erzieher und ähnliche Berufe an den Grundschulen gibt. Mir zumindest ist bei der gestrigen Debatte nicht klargeworden, warum es attraktiver sein wird, an einer Kita zu arbeiten, wenn sie den Kitas 70 Millionen Euro Personalkosten streichen. (Beifall SPD und FDP – Unruhe) Ich habe mir den Bericht angesehen, ich habe die Rede der Ministerin gehört, ich habe die Reden aus der Koalition gehört, und niemand von Ihnen hat das Thema der überdurchschnittlich hohen Abbruchquoten angesprochen, das zumindest Frau Schiebe hier in die Debatte eingeführt hat. Das kann doch nicht sein, dass Sie so einen wesentlichen Punkt einfach ausblenden und nicht zur Kenntnis nehmen wollen. (Beifall SPD und FDP) Bis zu einem Drittel der Leute, die auf dem Weg sind, einen solchen Beruf zu ergreifen, brechen ab. Herr Kalinka, ein Drittel ist viel. Ein Drittel ist höher als in allen anderen Berufen an den beruflichen Schulen. Fragen Sie mal in Plön, Herr Kollege. Meine Damen und Herren, es ist in letzter Zeit häufiger vorgekommen, dass die Regierung hier ein Wolkenwunderland präsentiert und alles, was rechts und links an berechtigter Kritik aufkommt, einfach ausgeblendet wird. Die Justizministerin hat heute ein Beispiel geliefert, die Sozialministerin ein anderes. Das ist zwar stringentes Regierungshandeln, aber aus meiner Sicht kein gutes. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall SPD und FDP)
