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Katja Rathje-Hoffmann

CDU 21.11.2024 Sitzungen 20/73

Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ganz herzlichen Dank an das Ministerium für die Erstellung der beiden Berichte. Die waren sehr aufschlussreich und hilfreich. Die alltäglichen Personalengpässe in der Kindertagesbetreuung und in der Kinder- und Jugendhilfe sind uns allen allgegenwärtig. Deswegen ist es notwendig, entsprechende Strategien und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um dem zunehmenden Fachkräftemangel erfolgreich begegnen und entgegenwirken zu können. Zudem stehen wir vor weiteren Bedarfen in der Kita und in den Schulen – Stichwort verlässlicher Ganztag. Es ist erfreulich, dass die Zahl der Absolventinnen und Absolventen in der Ausbildung oder Weiterbildung an den Berufs- und Fachschulen angestiegen ist, und auch, dass die Anzahl der akademisch ausgebildeten Fachkräfte in Schleswig-Holstein in den letzten zehn Jahren kontinuierlich angestiegen ist. Es gibt mehr Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, es gibt mehr Sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten, es gibt mehr Heilerziehungspflegerinnen und ‑pfleger, mehr Heilpädagoginnen und ‑pädagogen, mehr Erzieherinnen und Erzieher, mehr Kräfte in der Aus- und Weiterbildung. Die entsprechenden Zahlen, Daten und Fakten hat die Ministerin erwähnt, und man kann auch noch einmal im Bericht nachlesen. Die Fachkräftestärkungsstrategie der Landesregierung zur Verbesserung der Fachkraftsituation im pädagogischen Bereich hat die benannten Aspekte voll im Blick. Diese Strategie wird dazu beitragen, dass die Fachkräftesituation in der Kinder- und Jugendhilfe verbessert werden kann. Hier stehen in diesem Jahr 13 Millionen Euro und ab dem kommenden Jahr 15 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Mit kurz- und mittelfristigen Maßnahmen sollen sowohl neue Fachkräfte für das System gewonnen und gestärkt werden, als auch erfahrene Kräfte im System gehalten werden. Das ist ganz besonders wichtig. Zudem ist es wichtig, den Quereinstieg im sozialpädagogischen Bereich und in weiteren Berufsfeldern einfacher zu ermöglichen. Hierzu sollen auch die Potenziale zugewanderter ausländischer Fachkräfte besser mobilisiert werden. Der Bericht zeigt die kontinuierlichen Anstrengungen und Perspektiven der Landesregierung zur Verbesserung der Fachkräftesituation. Wir dürfen weiterhin nichts unversucht lassen, den stetig steigenden Fachkräftebedarf in der Kinder- und Jugendhilfe zu decken. Nicht ausblenden dürfen wir die Schulsituation und die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Hier entstehen erhebliche pädagogische Mehrbedarfe, die abgedeckt werden müssen. Ergänzende Maßnahmen neben der alltagsintegrierten Sprachentwicklung, wie zum Beispiel Sprach-Kitas, helfen dabei, den Übergang von der Kita zur Grundschule wesentlich besser zu bewältigen. Das geplante Modellvorhaben EVi, ein Sprachtest für viereinhalbjährige Kinder, soll möglichst früh Defizite erkennen, sodass man rechtzeitig gegensteuern kann. Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung oder Fachkräftebindung müssen so ausgerichtet sein, dass alle Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe davon profitieren. (Wortmeldung Martin Habersaat [SPD])

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