Katja Rathje-Hoffmann
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Gemeinsam handeln für eine gute Politik für Frauen: Das ist das Motto unserer Runde, die regelmäßig tagt. Wir beschäftigen uns mit Frauenthemen. Über alle Parteigrenzen hinweg diskutieren die frauenpolitischen Sprecherinnen der Landtagsfraktionen und das Sozialministerium über alle frauenrelevanten Themen. Stets lädt dazu unsere liebe Kollegin Jette Waldinger-Thiering ein. – Herzlichen Dank, Jette, für die Einladung. Es kommen auch immer alle. (Vereinzelter Beifall) So war es auch beim letzten Mal. Hier gab es konkrete Hinweise auf das Auslaufen der Bundesförderung für die beiden Beratungsstellen zur Umstiegsberatung für Prostituierte. Genauer gesagt handelte es sich hier um das Bundesprojekt AQUA, das zum Juli 2024 auslaufen würde. Doch so weit dürfte es nach unser aller Meinung nicht kommen. Das Projekt AQUA bedeutet, dass Menschen beraten werden, die in der Prostitution arbeiten und sich mit dem Gedanken tragen, einen Ausstieg oder Umstieg in eine andere Erwerbstätigkeit zu vollziehen. Was heißt eigentlich AQUA? – A wie Anerkennung, Q wie Qualifizierung, U wie Umstiegsberatung und A wie Ankommen. Ein Teilerfolg war, dass es dem Ministerium gelang, das Projekt für Prostituierte in SchleswigHolstein an den beiden Standorten finanziell bis zum Ende dieses Jahres, 2024, fortzusetzen, in Neumünster mit dem Träger des Frauenwerkes der Nordkirche und in Kiel unter Trägerschaft des Frauennetzwerkes zur Arbeitssituation. Um diese wichtige Arbeit weiterhin fortsetzen zu können, wird die Landesregierung gebeten zu prüfen, wie eine Nachfolgefinanzierung der Umstiegsberatung konzeptionell ab 2025 in Schleswig-Holstein erfolgen kann, auch unter Berücksichtigung einer adäquaten Unterbringung der gefährdeten Personen – denn das ist meistens auch noch dabei: Prostituierte, die aussteigen wollen, können das nicht einfach so entscheiden. Da gibt es viele andere Faktoren, die manchmal lebensgefährdend sind. Wir müssen jetzt handeln, um dieses wichtige Projekt fortsetzen zu können, um Prostituierte mit Umstiegswünschen und durch Einzelberatung und gezielte Einzelmaßnahmen zu unterstützen, sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich, für ein Leben außerhalb der Prostitution mithilfe der Ausstiegsberatung, weil sie so wichtig ist, und für die Weiterführung der Ausstiegsprogramme in unserem Land. – Herzlichen Dank und noch einmal ganz herzlichen Dank, Jette. Wann treffen wir uns das nächste Mal? (Jette Waldinger-Thiering [SSW]: Im November!) – Wir gucken, alles klar. – Danke.
