Sandra Redmann
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Blauzungenkrankheit breitet sich in SchleswigHolstein rasant aus. Der Landwirtschaftsminister hat das in seinem Bericht deutlich ausgeführt. Vielen Dank dafür. Für die Tierhalterinnen und Tierhalter bedeutet das täglich große Angst – ich glaube, manch einer kann sich gar nicht vorstellen, wie viele schlaflose Nächte und Sorgen da im Moment vorhanden sind –, ihre Tiere könnten eventuell betroffen sein. Für die Betriebe, bei denen es bereits so ist, beginnt der Kampf um das Überleben der Tiere. Der emotionale Verlust und das Leiden und auch die immensen finanziellen Einbußen sind verdammt schwer zu stemmen. Manch ein Landwirt – das konnten wir auch der Presse entnehmen – fühlt sich nach eigenen Aussagen machtlos und ziemlich allein gelassen. Ich möchte nicht wiederholen, was hier bereits von meinen Kollegen ausgeführt wurde. Aber die Frage der Prävention, der Impfung, der Entschädigung und der jetzt dringend notwendigen Maßnahmen müssen im Vordergrund unserer politischen Debatte stehen. (Beifall SPD, FDP, SSW und Lasse Petersdotter [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Daher möchte ich einfach zwei Punkte für uns als SPD-Fraktion benennen, von denen ich glaube, dass wir uns darum jetzt ganz besonders kümmern sollten. Wir als SPD-Fraktion bitten darum, die Tierhalterverbände in den nächsten Umweltund Agrarausschuss einzuladen und genau dieses gemeinsam mit ihnen zu besprechen und zu beraten. Ich weiß, der Umwelt- und Agrarausschuss tagt schon nächste Woche, aber ich glaube, dass das Thema uns allen so wichtig ist, wie hier deutlich wurde, dass es dann möglich sein muss, dies gemeinsam – ich schaue einmal auf den Ausschussvorsitzenden – im nächsten Ausschuss zu besprechen. Als Weiteres müssen wir aber auch darüber reden, wie wir für eventuell weitere Krisen – Sie haben es in Ihrer Rede auch erwähnt, Herr Minister – aufgestellt sind, unter anderem im personellen und finanziellen Bereich. Meine Kollegin Frau Raudies und ich hatten ein Gespräch mit Vertretern der Tierrettung in Schleswig-Holstein, die uns intensiv gebeten haben, sie im Katastrophenschutz einzubinden und dies in weiteren Plänen zu berücksichtigen, in welcher Form man das auch immer macht. Wir sollten das also von mehreren Seiten angehen und uns im Ausschuss mit dem Thema Tierseuchen und Tierkatastrophenschutz noch einmal ganz speziell beschäftigen. Das können wir nicht mit einer Landtagsdebatte einmal im Parlament. Diese zwei Punkte stehen bei uns im Vordergrund. Zum Schluss möchte auch ich im Namen der SPDLandtagsfraktion einen großen Dank an alle Helfenden, in welcher Form auch immer sie tätig waren, und an die Einrichtungen aussprechen, die teils rund um die Uhr gearbeitet haben, um zur Stelle zu sein. – Vielen Dank. (Beifall)
