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Anette Röttger

CDU 27.09.2024 Sitzungen 20/68

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Thema psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern ist sehr vielschichtig. Die Entwicklung ist besorgniserregend. In einer Zeit, in der sich sehr vieles sehr schnell verändert und die Folgen der Coronapandemie gerade bei jungen Menschen noch immer spürbar sind, ist es wichtig, dass die psychische Verfassung in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion rückt. Ich danke daher der Oppositionsfraktion, dass sie dieses wichtige Thema mit ihrem Antrag hier auf die Tagesordnung gesetzt hat. (Beifall Sybilla Nitsch [SSW] und Malte Krüger [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Im Bildungsausschuss haben wir bereits im Juli 2024 im Rahmen eines Fachgesprächs dazu beraten. Ausdrücklich danke ich an dieser Stelle der Landesschülervertretung, die mit ihrem offenen Brief auf die psychische Situation von Schülerinnen und Schülern hingewiesen hat. Ich danke dem Bildungsministerium, das zusammen mit den Schulträgern bereits viele Maßnahmen und Programme ergriffen hat. (Beifall CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Beispielhaft zu nennen sind das Konzept zur Traumapädagogik an Grundschulen oder die Handreichung aus dem PRO-Jung-Projekt. Wir nehmen das Thema sehr ernst, teilen manchen Ansatz aus dem SPD-Antrag, legen Ihnen aber mit unserem Alternativantrag weitere Kriterien vor. Neben dem Bildungsauftrag gehört es zu den elementaren Aufgaben in Schule, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und zu stärken und für das psychische Wohlbefinden Sorge zu tragen. Kinder sind unsere Zukunft. Sie sollen behütet aufwachsen, möglichst eine unbeschwerte und fröhliche Kindheit erleben, die von Verlässlichkeit, Stabilität und Vertrauen geprägt ist. Gesunde Ernährung, Sport und Bewegung, Musik und Kultur, ein gesunder Schlafrhythmus, ein Gleichgewicht aus Anspannung und Entspannung im Alltag leisten einen Beitrag. Kinder lernen, was sie erleben. Sie brauchen Vorbilder und eine gute Gemeinschaft. Sie sollen von ihrer Kindheit möglichst ein Leben lang profitieren. Ein wesentlicher Teil der Kindheit findet in Einrichtungen wie Kita, Schule und Ganztag statt. Ein gesundes und soziales Schulklima, aber auch beständige und vertrauensvolle Beziehungen zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern genauso wie Kontakte unter Gleichaltrigen sind wesentliche Faktoren für Lernerfolg und für die psychische Stabilität. Unser Antrag macht dazu folgende Aspekte deutlich: Erstens, die psychische Gesundheit gehört in die Lehrer_innenaus‑, ‑fort- und ‑weiterbildung. Zweitens werden wir uns im Rahmen der Haushaltsberatung mit Priorität dafür einsetzen, dass zusätzliche und die aus dem Corona-Sofortprogramm finanzierten Stellen für Schulpsychologen entfristet werden.

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