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Martin Habersaat

SPD 27.09.2024 Sitzungen 20/68

Ich habe mit Interesse gelesen, dass die Regierungsfraktionen darauf setzen, dass die Regierung Gespräche mit den Kommunen über die Frage der Schulsozialarbeit und dergleichen führt. Aber wir müssen feststellen, dass diese Gespräche gerade zunächst einmal krachend gescheitert und dass Sie zu keiner gemeinsamen Lösung gekommen sind. (Beifall SPD, Christian Dirschauer [SSW] und Dr. Heiner Garg [FDP]) Die Notwendigkeit, zu einer Lösung zu kommen, wird übrigens auch an einer anderen Zahl deutlich. Die Zahl von Gewalttaten an unseren Schulen – die Kollegin Krämer hat das für den Kreis Pinneberg abgefragt – ist von 83 Fällen im Schuljahr 2022/23 auf 181 Fälle im Schuljahr 2023/24 gestiegen. Das ist dramatisch. (Unruhe) Schule ist ein Ort, in den psychische Belastungen hineingetragen werden. Schule ist aber auch ein Ort, an dem solche Belastungen entstehen können – sei es durch Leistungsdruck, durch soziale Konflikte, Zukunftssorgen oder anderes. Vor allem aber ist Schule ein Ort, an dem alle Kinder und Jugendlichen erreichbar sind, weil wir sie als Staat dahin zwingen, und daher muss Schule auch der Ort sein, an dem sich um den Erhalt psychischer Gesundheit gekümmert wird. (Beifall SPD, Christian Dirschauer [SSW], Dr. Heiner Garg [FDP] und Christopher Vogt [FDP]) Glücklicherweise haben wir in diesem Landtag inzwischen einen Konsens, dass Lehrkräfte dies nicht allein leisten können, sondern dass wir multiprofessionelle Teams brauchen. Das ist richtig und wichtig. Ausreichende psychosoziale Unterstützung an Schulen ist auch ein Baustein zur Entlastung der Lehrkräfte. Die Probleme der Schülerinnen und Schüler ernst zu nehmen, heißt auch, ihnen eigens für solche Fälle ausgebildete Fachkräfte in multi- (Martin Habersaat) professionellen Teams zur Seite zu stellen. Und – damit komme ich zum Anfang meiner Rede, meine Damen und Herren – das heißt auch, diesen Professionen zuzuhören und sie ernst zu nehmen, wenn sie anmahnen, dass die Lage dramatisch ist. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall SPD, SSW und FDP)

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