Beate Raudies
Meine Damen! Liebe Kolleginnen! (Christopher Vogt [FDP]: Wir können ja darüber abstimmen! – Heiterkeit und Unruhe) Liebe Kollegin, das ist hier ein formelles Verfahren. Frage: ja oder nein? Catharina Johanna Nies [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Jetzt gerade: nein. Eigentlich total gerne, aber ich würde gerne wirklich einmal versuchen, diese Verwirrung aufzuklären. Es geht um den § 38, den Herr Garg auch angesprochen hat. Da ist festgehalten, wie viel Personalbudget jeder Kita künftig zusteht, was also finanzierbar ist. Da steht F1 für die Zahl der finanzierten Erzieherinnen, also die Erstkraft. In der Regel ist dies eine pro Gruppe. F2 steht für die Zweitkraft, also die SPA – in der Regel eine pro Gruppe. Der folgende Teil, (Z+V+L)*A, enthält schon die erste Neuerung. Wichtig: Der Faktor für die Vertretungsstellen, nämlich A, bezieht sich nun nicht mehr nur auf die Gruppenöffnungszeiten, sondern dadurch, dass er aus der Klammer gezogen wurde, auch auf Verfügungszeiten und Leitungsfreistellung. Somit gibt es also für diese Zeiten Vertretungsstellenanteile und damit mehr Stellenanteile pro Gruppe als bisher. Das ist ganz wichtig. Im letzten Teil der Formel, ((78–(19,5*P)/G) – ich weiß, es ist kompliziert – werden zum einen die Stellenanteile abgezogen, die durch die Leitung und die stellvertretende Leitung im Gruppendienst geleistet werden. Je mehr Gruppen in der Kita, desto geringer ist dieser Abzug, da die Leitungskräfte umso mehr für Leitungsaufgaben freigestellt sind. Dieser Teil der Formel enthält aber auch eine zweite Neuerung, über die wir heute noch nicht gesprochen haben. (19,5*P) sagt nichts anderes aus, als dass Perspektiv-Kitas zukünftig eine halbe Stelle, nämlich 19,5 Fachkraftstunden, extra bekommen. Das gleiche gilt weiterhin für die Sprach-Kitas. Im vorliegenden Gesetzentwurf wird die Formel, die hier auf der Postkarte noch nicht vollständig ist, sondern so aus der Anhörung des Ministeriums kommt, noch um den Wert +K ergänzt. Das stellen Sie fest, wenn Sie in unseren Entwurf gucken. Dadurch erhalten die eingruppigen Einrichtungen zur Unterstützung künftig 0,2 zusätzliche Fachkraftstellen. Ich will gar nicht sagen, dass das alles einfach wäre, aber man kann sich das herleiten. Es steht ganz deutlich drin, dass 2,0 weiterhin finanziert wird. Das ist für mich der alles entscheidende Punkt.
