Dr. Kai Dolgner
Frau Krämer, wenn Sie sagen, das habe es noch nie gegeben, wie erklären Sie sich das Zusammentreffen von Wirtschaftswunder und einem Lastenausgleich, der nichts anderes als eine Vermögensabgabe auf 130 Milliarden D-Mark war, was Anfang der 1950er-Jahre ein ganz anderer Wert war, über 30 Jahre einmal festgestellt ?– Übrigens, Herr Kollege Plambeck: einfach mit Papier. Was die Leute früher alles machen konnten, ne? Und übrigens nicht nur für 3.000 Leute. (Zuruf Rasmus Vöge [CDU]) – Ja, war alles kaputt. Und es war übrigens nicht so, dass es gerade im Jahr 1951 in Deutschland zu viele Arbeitskräfte gab. Wie erklären Sie sich das, dass es trotz einer massiven Vermögensbesteuerung, nämlich die Hälfte des Vermögens als Bemessungsbasis, ein Wirtschaftswunder gab, und wie erklären Sie sich, dass es in den Vereinigten Staaten von Amerika – übrigens mit Spitzensteuersätzen von über 70 Prozent (Zuruf Christopher Vogt [FDP]) und einer noch höheren Vermögensteuer – sogar einen ähnlichen Wirtschaftsaufschwung gab? Den hätte es ja nach Ihrer Meinung gar nicht geben können, oder? (Zuruf Christopher Vogt [FDP])
