Malte Krüger
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Bluff wird nicht besser, nur weil man versucht, ihn größer zu machen, weil wir schon wissen, wie die Karten aussehen. Herr Dr. Dolgner, bei diesem Bias sind wir überhaupt nicht weit auseinander. Es ist bloß so, dass es bei den Prüfungen schon eine Zweitkorrektur gibt. Es gibt den Erwartungshorizont, den Herr Balasus erwähnt hat. Das heißt, es wurde schon extrem viel unternommen, um bei den schriftlichen Prüfungen zu schauen, wie man dem etwas dagegensetzen kann. Sich jetzt mit einer Studie noch einmal genau diese schriftlichen Prüfungen anzuschauen, halten wir für nicht verhältnismäßig. Wir haben jetzt über das Verhältnis von einem Drittel zu zwei Dritteln gesprochen: Ein Drittel der Noten sind die schriftlichen Prüfungen. Ich glaube aber nicht, dass ein Drittel der schriftlichen Prüfungen für diesen Bias, den wir zwischen Thüringen und Schleswig-Holstein sehen, verantwortlich ist. (Zuruf) Herr Habersaat, die Lösung haben Sie gerade präsentiert: Wenn Sie da wirklich rangehen wollen würden, müssten Sie eine viel größere Studie machen und sich anschauen, wie Lehrkräfte bewerten. Ich glaube, dass das nicht hilfreich ist, weil das im Vergleich sehr viel Geld kosten würde. Ich glaube, der Weg und die Lösung, die wir hier präsentiert haben – Sie haben so getan, als hätten wir gar nichts präsentiert, das stimmt ja nicht, da kann ich nur auf die Rede von Herrn Balasus und von mir verweisen –, sind ganz konkret. Ich erwähne noch einmal den Fehlerquotienten. Konkreter wird es an der Stelle nicht. Sie haben recht, wir sind uns einig, was das Ziel angeht: dass wir versuchen müssen, da eine Angleichung zu erreichen. Aber jetzt hier Studien durchzuführen, die nichts bringen, dazu ist meine Fraktion nicht bereit. Die halte ich nicht für sinnvoll. (Beifall Martin Balasus [CDU], Anette Röttger [CDU] und Jasper Balke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])
