Kianusch Stender
Danke, Frau von Kalben. – Ich habe jetzt gerade noch einmal nachgesehen, ob ich vielleicht vergessen habe, es in meiner Rede zu erwähnen, aber es gab einen sehr deutlichen Block darin, in dem ich gesagt habe, dass es natürlich darum geht, das Sicherheitsgefühl zu steigern und dass deswegen ein Pilotprojekt und eine Veränderung der Rechtslage vonnöten ist, damit nicht irgendwo in einem Block hinter Transparenten in der Nähe von Stoff angefangen wird, Feuer zu entzünden, sondern dass man das kontrolliert in abgegrenzten Bereichen, von Leuten, die davon etwas verstehen, machen kann, damit genau diese Gruppen, die Sie gerade angesprochen haben, ein besseres Stadiongefühl haben. – Genau aus dem Grunde habe ich gesagt, dass ich grundsätzlich diese Legalisierung zwar nicht als gute Idee finde, aber etwas, über das man nachdenken kann. Was mich jedoch an der Debatte stört, ist, wie die Debatte geführt wird. Wenn es darum geht, Sicherheit zu schaffen, müssen wir darüber nachdenken, ob es Blocks oder kontrollierte Dinge gibt. (Annabell Krämer [FDP]. Das wollen wir doch!) Wie das hier aus meiner Sicht dargestellt wird, ist es ein Element, das zu einem gefühlten Gemeinschaftsgefühl gehört. Ich lehne komplett ab, dass das nötig ist. Wenn Sie sagen, die Ultras halten sich natürlich immer an alles, und es wird (Zuruf: Niemand hat das gesagt!) zukünftig dann keine Abbrennung mehr geben, sage ich: (Widerspruch SPD) Das ist Quatsch. Jetzt wird abgebrannt, obwohl es nicht erlaubt ist. Insofern kann man nicht sagen: Die halten sich grundsätzlich an Regeln. – Im Moment halten sich die Fans eben nicht an die Regeln. Deswegen bin ich ein bisschen skeptisch, ob dann, wenn es irgendetwas Kontrolliertes gibt, zukünftig in den Fanblocks nicht weiter genauso abgefackelt wird. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU)
