Martin Habersaat
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Meine Damen und Herren! Ich weiß ja, wie es Oppositionsanträgen (Martin Habersaat) im Landtag ergeht. Ich bitte Sie inständig, sich die Punkte in unserem Antrag trotzdem noch einmal anzusehen. Herr Balasus, ich bitte Sie inständig, nicht auf Ihre eigene Propaganda reinzufallen. (Uta Wentzel [CDU]: Entschuldigung! – Unruhe) – Frau Wentzel, haben Sie eine Zwischenfrage? Ich würde sie Ihnen mit Freude beantworten. Der Kollege Balasus steht hier und sagt, das Land Schleswig-Holstein würde all diese Leute mit Kusshand nehmen – mit Kusshand! Dann sagt uns die GEW, dann sagt uns der Schulleitungsverband, dann sagt uns der Landesmusikrat, dann sagen uns die Vertretungslehrkräfte, wie diese Kusshand aussieht, nämlich eher wie ein Tritt in den Hintern! (Beifall SPD – Zuruf Uta Wentzel [CDU]) – Frau Wentzel, ich bitte Sie inständig: Stellen Sie mir eine Zwischenfrage, wenn Sie eine Frage haben; vielleicht kann ich Ihnen helfen. Was bieten Sie den Leuten an? Sie bieten keine Weiterbildung on the Job an, Sie bieten keine Perspektiven an, Sie verlangen von Menschen jenseits der 50, noch einmal zu studieren und ein Referendariat zu machen. Wer mit einer Familie und einem Haus irgendwo im Süden des Landes macht ein Studium in Flensburg und anschließend ein Referendariat? Das ist doch lebensfremd! (Beifall SPD und FDP) Es ist mitnichten so, dass es in anderen Bundesländern nicht längst Lösungen gäbe. Hamburg zum Beispiel bietet einen Weiterbildungsmaster an. Hamburg hat den riesigen Vorteil, dass man von Hamburger Schulen aus die Universität relativ gut erreichen kann, egal, wo man wohnt. Da dürfen die Leute unterrichten und nebenbei ihren Weiterbildungsmaster machen. Da so etwas aber mit dem Lehramtsstudium in Kiel und Flensburg nicht geht, Herr Kollege Krüger, müssen wir dezentrale Angebote machen. Ja, online ist sicherlich gut, aber online allein wird es aus unserer Sicht nicht gehen. Herr Kollege Vogt, Ihnen rate ich dringend, sich in der Sommerpause gut zu erholen. Wenn es jetzt schon so weit ist, dass Sie Willy Brandt zitieren, dann ist das wirklich schon sehr weitgehend. Die FPD bleibt „die Partei des donnernden Sowohl-alsauch“. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall SPD – Zurufe FDP)
