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Beate Raudies

SPD 18.07.2024 Sitzungen 20/64

Herzlichen Dank. – Frau Kollegin, können Sie mir sagen, auf welche Art und Weise die Kompetenz der bisherigen Träger und Berater_innen in den Konsultationsprozess des Ministeriums eingeflossen ist? Wann und wie oft? – Ich weiß nicht, wie es in der Vergangenheit war, ich weiß nur, dass ich wichtig finde, dass das in Zukunft passiert. Das sage ich hier ganz deutlich. (Vereinzelter Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU – Zurufe SPD) Die hohe Qualität und der leichte Zugang zur Beratung sind zwei Erfolgsfaktoren, die in dem Programm nicht verloren gehen dürfen. Ich bin auch froh, dass zugesagt wurde, dass das Programm mit gleicher Mittelhöhe 2025 und 2026 weiterlaufen soll. Das ist angesichts der aktuellen Haushaltslage keineswegs selbstverständlich. Das Land trägt 50 Prozent der Kosten, 40 Prozent kommen von der EU, und 10 Prozent sind Eigenmittel. Ich höre, dass die Bereitschaft vor Ort sehr hoch ist, die aufgrund von gleichbleibenden Projektzu- (Catharina Johanna Nies) schüssen ungedeckten Kostensteigerungen kommunal aufzufangen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das zeigt, wie hoch der Wert der sehr persönlichen Einzelberatung von Frau & Beruf vor Ort für die Entwicklung des regionalen Arbeitsmarkts eingeschätzt wird. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Noch eines möchte ich zu bedenken geben. Ich habe mir die Beratungszahlen der letzten Jahre genau angeschaut. (Birgit Herdejürgen [SPD]: Tatsächlich? Wir haben die noch nicht!) Die Zahlen im Kreis Pinneberg sind sehr gut und erfüllen die Vorgaben. Die Kreise Segeberg und Stormarn haben die Beratungsziele sogar übererfüllt. Die kleinen kreisbezogenen Regionen haben in den letzten Jahren die besten Zahlen geschrieben. (Zurufe SPD) – Hör mir doch einmal zu, Beate. – Genau diese wären von der Zentralisierung von sieben auf vier Regionen betroffen. Ich weiß, dass das Argument ist, das Risiko von längeren Vakanzen aufgrund von Krankheiten oder Kündigungen von Berater_innen zu minimieren. Das kann ich gut verstehen. Dennoch kann ich angesichts der guten Beratungszahlen auch gut verstehen, dass die Entscheidung des Landes, genau in diesen drei Regionen umzustellen, für Verwunderung sorgt. Deshalb empfehle ich allen, genau hinzuschauen, dort, wo die Beratung gut gelingt, die Erfolgsfaktoren zu erhalten und unbedingt einen Weg miteinander zu finden, dass sich die derzeit sehr bewährten kleinen Trägerorganisationen weiterhin um die Ausschreibung bewerben können. Deswegen steht die Ermöglichung der Trägerkooperation in unserem Antrag. Abschließend: Die Förderbedingungen sollten sich in erster Linie an den tatsächlichen Bedarfen der zu beratenden Frauen ausrichten; das muss das Wichtigste sein. Ich wünsche mir, dass Landesregierung, Berater_innen und Trägerinstitutionen den Weg der Neuausrichtung gemeinsam gehen. Davon würden alle Seiten profitieren, vor allem die Frauen, die beraten werden. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU)

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