Malte Krüger
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ich möchte damit beginnen, womit Martin Balasus aufgehört hat: mit einem Dank, insbesondere an die DLRG. Vorhin hat meine Uhr vibriert, da kam die Eilmeldung, dass 2023 146 Menschenleben durch die DLRG gerettet worden sind. Das ist eine beachtliche Zahl. Danke an jeden, der sich tagtäglich dafür einsetzt, dass Menschenleben gerettet werden. (Beifall ganzes Haus) Es ist diese Legislatur Tradition geworden, dass wir über Schwimmen reden. Ich habe mir einmal die Zahlen angeguckt: In der neunten Legislaturperiode gab es eine Debatte zum Thema Schwimmen, in der 16. 22 Debatten, in der 18. sechs, in der 19. 46 und in der 20., die noch nicht einmal halb rum ist, haben wir schon 93. Wenn wir so weitermachen, knacken wir noch die 200. Ob das nötig ist, müssen wir schauen. Ich glaube es nicht, aber wir kommen jedes Mal immer wieder zu der Positionierung, dass wir alle finden, dass Schwimmenlernen wichtig ist. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU – Eka von Kalben [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Jawohl!) Schwimmen ist wichtig. Frau Krämer, ich wollte Montag schwimmen gehen. Da habe ich festgestellt, dass das Schwimmbad in Brokdorf wegen Sanierungsmaßnahmen geschlossen ist und die ganze Saison nicht öffnet. Das war ziemlich bedauerlich. Das zeigt das Problem, das wir haben: Wenn Schwimmstätten kurzzeitig, zum Beispiel wegen Sanierung, geschlossen werden, hat das Auswirkungen auf den Schwimmunterricht, und dann entstehen örtlich Probleme. Wir haben im Land insgesamt zu wenig Schwimmstätten, gerade im ländlichen Bereich. Ich habe letztes Mal Horst erwähnt, ich erwähne heute wieder Horst. Dort haben Schulen das Problem, dass sie nicht nach Elmshorn ausweichen können, weil das ein anderer Kreis ist. Nach Itzehoe sind die Fahrzeiten zu lang. Wir kommen nicht darum herum: Man müsste dort eine Schwimmstätte errichten. Das ist allerdings sehr teuer, und gerade für kleine Kommunen ist das nicht einfach umsetzbar. Das Problem haben wir einfach im Land.
