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Karin Prien

23.05.2024 Sitzungen 20/58

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Abgeordnete! Im März hatte ich Ihnen bereits über die positive Entwicklung der Schwimmfähigkeit der Grundschülerinnen und Grundschüler in Schleswig-Holstein berichten dürfen. Mittlerweile haben wir auch fast schon das passende Badewetter für eine erneute Debatte. Deshalb möchte ich mich zunächst einmal zu Beginn erneut bei den Sportlehrkräften an den Grundschulen, bei den Eltern und natürlich auch bei den Sportlehrkräften an den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen bedanken, denn heute sprechen wir über die Erfolge des Schwimmunterrichts an den weiterführenden Schulen. (Beifall CDU und Lasse Petersdotter [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Sie alle tragen dazu bei, dass sich die Schwimmfähigkeit stetig verbessert und damit Leben gerettet werden können. Ich möchte an dieser Stelle den Kommunen danken, die vielfach engagierte Partner sind, und natürlich vor allem auch dem Innenministerium und den Kolleginnen und Kollegen bei uns im Haus, die immer wieder wiederholen und bekräftigen, wie wichtig ein guter Schwimmunterricht ist. Übrigens will ich Ihnen auch verraten, dass viele andere Bundesländer in den weiterführenden Schulen überhaupt keinen verpflichtenden Schwimmunterricht haben. Besonders freue ich mich, Ihnen berichten zu können, dass wir bei den Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse eine über das Bronze-Abzeichen nachgewiesene sichere Schwimmfähigkeit bei 72,7 Prozent aller Kinder haben – über alle Schularten hinweg. Wir gehen davon aus, dass darüber hinausgehend weitere Kinder sichere Schwimmfähigkeit erlangen, die allerdings nicht das Bronze-Abzeichen haben. Sie wissen, dass es nicht Aufgabe der Schule ist, das Bronze-Abzeichen selbst abzunehmen. Wir liegen also bei den Sechstklässlern am Ende der 6. Klassen um 24,7 Prozentpunkte höher als an den Grundschulen. Trotzdem darf man sich natürlich nicht ausruhen, auch das ist völlig klar, sondern wir müssen trotz dieser positiven Entwicklung weiter daran arbeiten, dass noch mehr Kinder in der Grundschule und an der weiterführenden Schule das Schwimmen erlernen. Ich hatte Ihnen im März vorgetragen, welche Maßnahmen wir dazu ergreifen. Ich will das jetzt nicht alles wiederholen, aber ich will sagen: Natürlich ist die Anzahl der Schwimmstätten in erreichbarer Entfernung der Schulen von entschei- (Ministerin Karin Prien) dender Bedeutung. Aber wir müssen eben auch an den Orten, an denen diese Voraussetzungen noch nicht vorliegen, so viel wie möglich zu alternativen Angeboten beitragen. Das tun wir. Wir setzen den Landtagsbeschluss vom Februar 2023 und die dort enthaltenen Sofortmaßnahmen um. Im Anschluss an das Monitoring in den Kreisen zur Umsetzung der Fachanforderungen Sport wird die Schulaufsicht ab dem Schuljahr 2024/2025 die Daten zur Durchführung des Schwimmunterrichtes und zum Stand der Schwimmfähigkeit der Schülerinnen und Schüler in das Datenblatt Schule aufnehmen. Das ist unser Instrument zum Monitoren der Schulen. Wir können dadurch mit den Schulen Ziel- und Leistungsvereinbarungen, auch über ganz konkrete Wege zur Verbesserung der Quoten beim Erlernen sicheren Schwimmens, abschließen. Das ist ein wichtiges Instrument, um zukünftig hier zu noch besseren Ergebnissen zu kommen. Beim Schwimmen sind wir auf dem richtigen Weg. Wir werden die Schwimmlernoffensive fortsetzen und in unseren Bemühungen nicht nachlassen. – Ich danke Ihnen. (Beifall CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)

Protokoll ↗