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Karin Prien

23.02.2024 Sitzungen 20/53

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ein guter Ganztag lebt von der Zusammenarbeit zwischen Schule und außerschulischen Kooperationspartnern. Die Öffnung der Schulen in den Sozialraum sowie die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern ist seit Jahren gelebte selbstverständliche Praxis und im Übrigen auch im Schulgesetz verankert. Die Sportvereine und ‑verbände haben hier bereits seit jeher eine besondere Rolle gespielt. Ich danke dem Landessportverband an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit und auch für die Vorlage der Handlungsempfehlungen. Einig sind wir uns darüber, dass Bewegung unverzichtbar und gerade für die körperliche und geistige und psychosoziale Entwicklung von Kindern von großer Bedeutung ist, übrigens auch für die Frage der Integration. Und noch besser: Kinder, die sich regelmäßig bewegen, können sich auch besser konzentrieren und besser lernen. Auch der Zukunftsplan Sportland Schleswig-Holstein empfiehlt deshalb konsequent und ausdrücklich Kooperationen zwischen Sportvereinen und Schulen, insbesondere im offenen Ganztag. Auch mit Blick auf die Schwimmfähigkeit bietet der Ganztag die Chance für weitere integrierte Schwimmangebote, die Kindern nicht zuletzt aus sozial benachteiligten Familien viele zusätzliche Chancen eröffnen. Kooperationen sind jedoch – das ist mir wichtig – nicht nur im Bereich des Sports für den schulischen Ganztag zentral. Es ist von ei- (Ministerin Karin Prien) nigen Rednerinnen bereits darauf hingewiesen worden, dass die Interessen der Schülerinnen und Schüler vielfältig sind. Meine tiefe Überzeugung ist, dass der kulturellen Bildung in diesem Zusammenhang eine entscheidende Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung und übrigens auch für die Entwicklung hin zu einer gesellschaftlichen und demokratischen Teilhabe zukommt. Deshalb dürfen wir diese Bereiche hier auch nicht gegeneinander ausspielen, sondern müssen sie zusammendenken. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir haben in der Vergangenheit aus tiefer Überzeugung sowohl den Landessportverband als auch die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung, den Landesjugendring, den Landesfrauenverband, den Landesverband der Volkshochschulen, den Landesmusikrat sowie den Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband nicht nur in die Gestaltung des Ganztags einbezogen und werden es auch in Zukunft weiter tun, sondern haben mit ihnen auch entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen. Nun fragen Sie zu Recht: Wie geht es jetzt weiter? Wie sieht der Prozess für ein neues Rahmenkonzept zum Ganztag aus? – In einem partizipativen Prozess mit allen Beteiligten, den wir im Bildungsausschuss bereits mehrfach dargestellt haben, erarbeiten wir bis zum Jahresende 2024 den Entwurf eines Rahmenkonzepts zur Qualität des Ganztags und der Schule als Lern- und Lebensort. Das Rahmenkonzept wird sich unter anderem zu den Qualitätsentwicklungsthemen Kooperation, Partizipation, Fachkräftequalität sowie Verzahnung und Räume verhalten. Wir werden dieses Konzept wie angekündigt bis Ende 2024 vorlegen. Jetzt zum Antrag, lieber Herr Kollege Vogt: Schlauer Move, aber bitte auch einmal lesen, was dort drinsteht! Dort ist die Rede von einem Konzept zur landesrechtlichen Umsetzung des Ganztags. (Zuruf Christopher Vogt [FDP]) – Ja, zur landesrechtlichen Umsetzung, Herr Kollege Vogt, werden wir selbstverständlich auch bis Ende des zweiten Quartals ein entsprechendes Konzept vorlegen. (Christopher Vogt [FDP]: Die Grundlage ist schon da, die Inhalte kommen später? –

Protokoll ↗