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Dr. Kai Dolgner

SPD 22.02.2024 Sitzungen 20/52

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Kollegin Wentzel, es tut mir ehrlich gesagt herzlich leid, dass Sie die Gelegenheit nicht genutzt haben, als Herr Harms Sie darauf aufmerksam gemacht hat, dass diese 286 Milliarden Dollar sich hauptsächlich aus den – – (Uta Wentzel [CDU]: 660!) – Entschuldigung! Es sind 660 Milliarden Dollar von 286 Millionen Migranten in der Welt – so rum sind die Zahlen richtig –, von denen maximal 50 Millionen Flüchtlinge sind, von denen wiederum nur ein ganz kleiner Teil Asylbewerber sind. Sie haben nicht gesagt: Okay, das korrigiere ich. – Es ist gefährlich, diese Zahlen einfach in der Öffentlichkeit – – (Zuruf Uta Wentzel [CDU]) – Ja, ich sehe, Sie sehen es nicht ein. Ich muss es trotzdem sagen, und wenn es nicht für Sie ist, dann für die, die uns zuhören. Es ist gefährlich, diese Zahlen einzuwerfen, (Uta Wentzel [CDU]: Warum?) weil sie nämlich dazu verleiten können, bei Menschen, die sich nicht intensiv damit beschäftigen, (Dr. Kai Dolgner) genau diese Fehlschlüsse zu ziehen. Wer glaubt ernsthaft, dass man da bei den multiplen Krisen in der Welt einen nennenswerten Beitrag leisten kann? – Insofern ist es doch eine Tatsache: Ja, natürlich soll die Bezahlkarte abschrecken, (Lars Harms [SSW]: So ist es!) denn sonst würde man nicht argumentieren, dass dann weniger Flüchtlinge kommen. Da ist übrigens auch das Wort „drangsalieren“ nicht komplett verkehrt. Was ist eine Abschreckung denn anderes? (Beifall SSW und Serpil Midyatli [SPD])

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