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Dr. Kai Dolgner

SPD 21.02.2024 Sitzungen 20/51

Okay, ich versuche es einmal. Ich habe ja nur drei Minuten. Ojemine, kann ich dazu nur sagen. Werte Frau Kollegin, ich finde es bemerkenswert ehrlich – ich weiß nicht, ob Ihnen das nur so herausgerutscht ist –, dass Sie in Zukunft erwarten, dass man wieder gelbe Schilder basteln muss, aber nicht für den Standort Lübeck. Da Sie als Regierungsmitglied entsprechend mehr Einblick haben und wir um die enge Haushaltslage wissen, frage ich Sie: Welcher Standort soll denn jetzt schon einmal anfangen, gelbe Schilder zu basteln, wenn es denn nicht Lübeck ist, wenn Sie sagen, man müsse in Zukunft wieder gelbe Schilder basteln? (Anette Röttger [CDU]: Das habe ich nicht gesagt!) – Doch. Das können Sie im Protokoll nachlesen. Glauben Sie mir das. Im Zweifelsfall können wir auch draußen noch einmal darüber reden, wie das gemeint war. Zum Thema Den-Ball-übers-Netz-Spielen. Der Kollege Habersaat hat es nur angedeutet. Da wir gerade über den Standort Lübeck sprechen: Es waren hier im Landtag vertretene Oppositionsparteien, die dafür gesorgt haben, dass Lübeck überhaupt eine Hochschule hat. Es waren die Oppositionsparteien, die dafür gesorgt haben, dass es in Lübeck keine Hochschulschließungen gab. Das gehört zur Geschichte Schleswig-Holsteins. Bevor Sie hier mit einer etwas geringeren Erfahrung in alle Richtungen austeilen, sollten Sie sich vielleicht einmal mit den Fakten beschäftigen. (Beifall SPD, FDP und SSW) Alle, die jetzt neu dabei sind, können gern eine Zwischenfrage stellen, um zu erfahren, was an dem, was ich eben gesagt habe, verkehrt ist. (Uta Wentzel [CDU]: Mansplaining at its best! – Widerspruch SPD) – Ach, Herr Balasus ist kein Mann, der uns gerade etwas erklärt hat? Vielleicht haben Sie sich ja gerade umentschlossen. Das weiß Ihre Kollegin besser als ich. Ganz ehrlich: Wenn Sie auf die Metaebene abheben, wenn Sie die Fakten nicht widerlegen können, wissen eigentlich alle, dass Sie argumentativ auf schwachen Beinen stehen. Daher Ihre Rhetorik. (Beifall SPD und SSW) Ich kenne mehr als ein Wissenschaftsgutachten. Ich durfte mich damals beruflich auch mit dem Erichsen-Gutachten auseinandersetzen – übrigens auch mit den Mängeln, die es hatte. Solche Gutachten haben durchaus Mängel. Wer dieses Gutachten als ein Lob, ein Weitermachen und „Opposition soll bitte schön nicht weiter kritisieren“ versteht – was eine interessante Auffassung ist – oder wer meint, Kritik der Opposition sei immer Populismus oder Mansplaining, lässt sehr tief blicken, so tief, wie ich eigentlich gar nicht blicken möchte. (Anhaltender Beifall SPD, FDP und SSW – Zuruf SPD: So ist das!)

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