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Rixa Kleinschmit

CDU 22.11.2023 Sitzungen 20/42

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! „Wir wollen Landwirtschaft, Umweltschutz, Energieerzeugung und Klimaschutz gemeinsam denken und nicht gegeneinander ausspielen. Aus diesem Grund werden wir die in Schleswig-Holstein vorhandene wissenschaftliche Expertise durch Gründung eines ‚Kompetenzzentrums für klimaeffiziente Landwirtschaft‘ bündeln und ausbauen und die Landwirtschaft dabei unterstützen, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.“ (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Dies war ein Auszug aus dem CDU-Landtagswahlprogramm und Hintergrund für die im schwarz-grünen Koalitionsvertrag vereinbarte Gründung des Kompetenzzentrums für klimaeffiziente Landwirtschaft. (Zuruf Oliver Kumbartzky [FDP] – Heiterkeit CDU) Bei den Herausforderungen des Klimawandels nimmt die Landwirtschaft gerade in Schleswig-Holstein eine wichtige Rolle ein. Ein Grund für die Bedeutung unserer Landwirtschaft für das Erreichen der Klimaziele ist, dass wir in Schleswig-Holstein wenig emissionsrelevante Industrie haben und darum die Landwirtschaft prozentual höher gewichtet ist, als das in anderen Bundesländern oder im Bundesdurchschnitt der Fall ist. Für eine zukünftig erfolgreiche Landwirtschaft ist die Sicherstellung der landwirtschaftlichen Produktion in Zeiten veränderter klimatischer Bedingungen ein wichtiger Punkt; des Weiteren geht es um die Reduzierung der Treibhausgase in allen Bereichen des landwirtschaftlichen Sektors. Um für die Praxis umsetzbare Konzepte zu entwickeln, müssen klimaschonende, klimaanpassende und ökologische Ansätze gemeinsam gedacht werden. Die anzusprechende Zielgruppe sind die Landwirte und die Landwirtinnen, die in den Austausch mit Wissenschaft, Praxis und Verwaltung kommen sollen. – 42. Sitzung (neu) – Mittwoch, 22. November 2023 Im Bereich klimaeffiziente Landwirtschaft ist in Schleswig-Holstein bereits viel geschehen – viel Forschung, viel Beratung, viel Wissen. Aber vieles läuft parallel. Die Idee hinter unserem Ansatz, ein Kompetenzzentrum ins Leben zu rufen, war, dieses vorhandene Wissen zu bündeln, die Akteure noch besser zu vernetzen und so Potenziale und Synergien zu heben. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Die feierliche Eröffnung fand – wie bereits berichtet – im Mai dieses Jahres auf dem Lindhof statt. Neben wichtigen Impulsen für die zukünftige Arbeit ist gerade der Austausch zwischen den einzelnen Akteuren ein entscheidendes Element für den Erfolg. Der Minister ist auf die aktuellen Projekte hinreichend eingegangen. Besonders begrüßenswert, das möchte ich hervorheben, ist die enge Einbindung der Lehre. Hierbei spielen die bei uns ansässigen Hochschulen natürlich eine große Rolle. Aber ebenso wichtig ist die enge Einbindung der Landwirtschaftskammer und allen voran der Berufs- und Fachschulen, damit die Erkenntnisse schnell den Weg in die landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung finden. Ich möchte hier aber in erster Linie die besondere Struktur des Kompetenzzentrums hervorheben, mag es für manchen doch ungewohnt sein, dass die Errichtung eines neuen Kompetenzzentrums, besonders bei einem solch wichtigen Thema, ohne großen Personalaufwand vonstattengeht – ohne neue Büros, ohne viel Geld in Strukturen zu stecken. In den vergangenen Monaten ist oft die Rede von einem virtuellen Kompetenzzentrum gewesen, das von dem Miteinander der Akteure lebt und dessen Haus quasi im Internet und auf Veranstaltungen zu finden ist. Das ist ein neuer Weg, (Zuruf SPD: Was?) aber denken wir an die Diskussionen von heute Morgen: Es ist ein guter Weg. Ich freue mich, dass gerade im Bereich der Landwirtschaft ein solch moderner Weg beschritten wird und dass die vorhandenen Mittel nicht in den Aufbau von parallelen Strukturen, sondern überwiegend in den direkten Erkenntnisgewinn und in Förderung von klimaschonenden Projekten gesteckt wird. Auch wenn das Kompetenzzentrum beim MLLEV angesiedelt ist, ist die Unabhängigkeit zu betonen. Um diese sicherzustellen und die für die Praxis relevanten Themenschwerpunkte zu setzen, wurde ein Expertengremium aus Vertretern aus Wissenschaft, Pra- (Rixa Kleinschmit) xis, Vereinen und Verbänden eingerichtet, das regelmäßig tagt und dessen Ergebnisse im Internet veröffentlicht werden. Ich freue mich sehr auf die zukünftige Arbeit und die Erkenntnisse des Kompetenzzentrums für klimaeffiziente Landwirtschaft. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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