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Sybilla Nitsch

SSW 22.11.2023 Sitzungen 20/42

Vielleicht mehr eine Anmerkung: In dem Moment, in dem es nur drei Universitätsstandorte gibt, in denen Friesisch gelehrt wird, stellt sich schon die Herausforderung, dass eine Bewerberin oder ein Bewerber Schwierigkeiten hat, diese Praxis nachzuweisen. Dass man dann in seinem eigenen Haus, in dem man selbst gelernt hat – gerade weil Friesisch von den Siedlungsgebieten sehr eng gefasst ist –, die Möglichkeiten haben könnte, die Professur zu übernehmen, spricht ja für sich. Man kann ein kleines Fach wie Friesisch – die friesische Sprache ist durch viele Faktoren bedroht – nicht mit einem Fach wie Medizin vergleichen, was an allen Universitäten oder auf jedem Fall an vielen Standorten gelehrt wird. Geben Sie mir da recht? – Frau Nitsch, ich glaube, es gibt Fälle, die ähnlich wie das Friesische hier in Schleswig-Holstein Sitzung (neu) – Mittwoch, 22. November 2023 3155 sind. Wenn wir deutschlandweit schauen – ich kenne jetzt nicht jedes Universitätssystem der anderen Bundesländer auswendig –, bin ich mir ziemlich sicher, dass es vergleichbare Fälle gibt, in denen es eben auch keine Sonderregelungen gibt. Wir werden das im Ausschuss noch besprechen. Wir werden, das hat Frau Zweig schon gesagt, dazu Fachexpertise einholen. Dann werden wir sicherlich noch einmal in die Diskussion einsteigen. Was ich jetzt mit meiner Rede vor allem machen möchte, ist, Fragen aufzuwerfen. Das ist jetzt auch genau der richtige Zeitpunkt, um Fragen aufzuwerfen, die wir dann im Ausschuss weiter klären können. Daher ist das sicherlich eine Frage, die wir uns weiter anschauen können. Wenn Sie sich jetzt an Medizin stören, sollten wir vielleicht weg von der Medizin, und wir schauen uns dann besser vergleichbare Fälle an, was es dort eventuell für Regelung gibt. Das wäre ja vielleicht ein Weg. (Vereinzelter Beifall CDU und Beifall Eka von Kalben [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])

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