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Lasse Petersdotter

GRÜNE 13.10.2023 Sitzungen 20/40

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Die FSG in Flensburg und Nobiskrug in Rendsburg haben zwar sehr unterschiedliche Produktpaletten, aber die Sorgen der Beschäftigten sind in diesen Tagen doch sehr ähnlich: Seien es Unruhe in den Unternehmensstrukturen, teilweise Ungewissheit bei den künftigen Auftragslagen und nicht zuletzt die verzögerten Lohnzahlungen Anfang Oktober 2023 – all das belastet beide Standorte intensiv. Dabei sind die wirtschaftlichen Potenziale beider Standorte sehr kräftig. Nehmen wir zum Beispiel die FSG in Flensburg, die bei der Entwicklung und Umsetzung alternativer Antriebe eine sehr wichtige Rolle spielen kann, da sie am Forschungsstandort Flensburg mit der Hochschule Flensburg viel Know-how vor Ort hat. (Beifall SSW, vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU) Auch in der Energiewende kann die FSG in Flensburg eine wichtige Rolle spielen ebenso wie in der Energiekrise. Die LNG-Bunkerschiffe wurden hier schon mehrfach angesprochen. Auch bei der Zeitenwende ist es richtig und notwendig, dass die Werften in Schleswig-Holstein – eben auch diese beiden Werften – eine Rolle spielen und davon profitieren. Der Betrieb und gerade die Beschäftigten brauchen in diesen Tagen endlich dringend Ruhe, um sich auf diese unterschiedlichen Transformationsprozesse ernsthaft konzentrieren zu können. Dafür braucht es ein klares Bekenntnis und eine tragfähige Strategie der Geschäftsführung. Deswegen ist es gut, dass heute – vor etwa einer Stunde – die Betriebsversammlung in Rendsburg getagt hat und dass Lars Windhorst auch vor Ort und mit den Akteuren im Gespräch war und er sich zurzeit auf dem Weg nach Flensburg befindet, um dort die Gespräche fortzusetzen. Lars Windhorst hat angekündigt, auch dort zu Gesprächen mit der Politik aus Land und Bund bereit zu sein, um über weitere Strategien zu sprechen. Trotzdem ist es auch richtig, dass wir hier gemeinsam als Politik an einem Strang ziehen und uns gemeinsam für beide Standorte einsetzen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU und SSW) Natürlich zählt dazu auch die Landesregierung, die ihre Gespräche führt. Dazu wird Minister Madsen mit Sicherheit gleich Ausführungen machen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die unterschiedlichen landespolitischen Strategien Rahmenbedingungen haben. Wenn wir fordern, Bürgschaften oder andere Maßnahmen zu ergreifen, dann haben die immer Voraussetzungen, und wir müssen prü- (Lasse Petersdotter) fen, ob diese Voraussetzungen erfüllt werden. Das darf man sich nicht zu leicht machen. Klar ist allerdings: Wir haben sowohl in Flensburg als auch in Rendsburg ein großes Interesse an dem Standort und am Wohl der Beschäftigten. Die FSGNobiskrug in Flensburg und Rendsburg gehören zur Werftlandschaft in Schleswig-Holstein. Das muss für alle klar sein, und dafür wollen wir weiter arbeiten. – Vielen Dank. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU, SPD und SSW)

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