Niclas Dürbrook
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die entscheidende Frage bei der Bahnverbindung von Geesthacht nach Hamburg ist, warum es sie nicht schon längst wieder gibt. (Beifall SPD, vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Beifall Andrea Tschacher [CDU]) Wer sich den Verkehr auf B 5 und A 25 anschaut, der sieht das Potenzial. Die Strecke ist quasi ein mustergültiges Beispiel dafür, wo es sich lohnt, Verkehr auf die Schiene umzuleiten. Selbst die Gleise liegen zum überwiegenden Teil noch genau dort, wo sie liegen sollten; Güterzüge rollen noch heute, nachdem die Personenbeförderung bereits 1953 eingestellt wurde. Ich will jetzt nicht zum siebten Mal wiederholen, dass Geesthacht die größte Stadt in Schleswig-Holstein ohne Bahnanschluss ist, (Beifall Catharina Johanna Nies [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) deswegen formuliere ich es ein bisschen anders: Geesthacht ist heute die einzige Mittelstadt in Schleswig-Holstein ohne eigenen Bahnanschluss. (Beifall SPD, Sybilla Nitsch [SSW] und Jette Waldinger-Thiering [SSW]) (Niclas Dürbrook) Wir finden, das sollte sich ändern. (Beifall Andrea Tschacher [CDU], Oliver Brandt [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] und Catharina Johanna Nies [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Wir sind davon sogar so sehr überzeugt, dass wir sicherheitshalber einen eigenen Antrag dazu eingebracht haben, weil wir uns nicht ganz sicher waren, ob die Koalition ihren Antrag rechtzeitig einbringt. Großartig, dass wir jetzt darauf verzichten können und heute mit breiter Mehrheit einen gemeinsamen Antrag auf den Weg bringen können, der gleichzeitig das Gegenstück zum Antrag der Hamburger Bürgerschaft zur Reaktivierung ist. Schleswig-Holstein und Hamburg haben an der Umsetzung dieses Projekts ein gemeinsames Interesse. (Unruhe)
