Martin Habersaat
Vielen Dank, Herr Kollege Balasus. Zwei Sachen. Erstens. Es hören auch Gemeinschaftsschüler zu. Ich möchte Sie bitten, diese Schulform in diesem Haus nicht zu desavouieren. (Beifall SPD und SSW) Zweitens. Es geht überhaupt nicht mehr um die Frage, ob die Gymnasien zu G 9 zurückkehren. Das tun sie auf Ihren Beschluss hin. Das können Sie gern loben. Umso mehr Sie aber die eigene Verantwortung für diese Rückkehr einräumen, umso mehr sind Sie doch auch in der Verantwortung, jetzt die (Martin Balasus) notwendigen Kosten zu klären. Hierzu würde ich Sie jetzt um Antworten bitten. (Beifall SPD und SSW) – Zu den Kosten und zu der Verantwortung des Landes komme ich gleich. Im Übrigen habe ich nicht ein Wort über die Gemeinschaftsschule verloren. Ich habe selbst an einer Gemeinschaftsschule gearbeitet. Ich finde, das ist eine hervorragende Schulform. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Fakten dürfen nicht verdreht oder ignoriert werden. Leider ist dies beim vorliegenden Antrag der Fall. Ein paar Beispiele. Sie sprechen von 98 betroffenen Gymnasien. Es sind aber nur 83. Sie haben in Ihrer Rechnung diejenigen Gymnasien nicht berücksichtigt, die ursprünglich bei G 9 geblieben waren. Außerdem haben Sie diejenigen mit Y-Modell außer Acht gelassen. Wir haben hier vor Kurzem über mehr Mathematikunterricht gesprochen. Sie haben sich dagegen ausgesprochen. Ich frage mich: War das wirklich so klug? (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Sie ignorieren, dass es eine Einigung zwischen Land und den kommunalen Landesverbänden gibt. Diese wurde im Jahr 2018 auf den Weg gebracht und beinhaltet, dass der durch die Umstellung von G 8 auf G 9 erfolgte Mehrbedarf kompensiert wird, soweit er notwendig, unabwendbar und unmittelbar durch das Gesetz verursacht worden ist. Wie sieht der aktuelle Stand aus?
