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Sybilla Nitsch

SSW 12.10.2023 Sitzungen 20/39

In der Debatte sind ein, zwei Fragen aufgeworfen, die mich dazu bewogen haben, noch einmal nach vorn zu gehen und deutlich zu machen, warum wir die Wichtigkeit sehen, die entsprechenden Bemühungen auch politisch zu flankieren und das nicht nur den Ministerien, die entsprechende Gespräche führen sollen, zu überlassen. Die jetzige Situation im Flensburger Raum ist weiß Gott nicht perfekt; das muss man tatsächlich sagen. Das erklärt möglicherweise die relativ geringe Auslastung. Man müsste vielleicht darüber sprechen, die Bahninfrastruktur im Großraum Flensburg so umzubauen, dass er für den Fernverkehr attraktiver wird; in den Regionalplänen wird das vorgeschlagen. Perspektivisch müssen wir einen Fernbahnhof in Flensburg-Weiche bekommen. (Beifall SSW) Komme ich von Husum, dann ist es für mich natürlich nicht attraktiv, erst nach Flensburg zu fahren und von dort eine Verbindung nach Dänemark zu wählen. Leider Gottes ist es so, dass viele Menschen aus dem nördlichen Landesteil gleich nach Padborg oder nach Tinglev fahren und die Direktverbindung wählen. Diese Feststellung gehört zur Wahrheit dazu. Die Lösung, die mit NAH.SH, dem Land und dem dänischen Verkehrsministerium gefunden worden ist, hat – bei allen Tränen, die wir vergießen – auch ein paar Vorteile für den Nahverkehr im nördlichen Landesteil, weil er durchaus attraktiver wird, wenn man von Rendsburg, Schleswig oder anderen Orten aus eine direkte Nahverkehrsverbindung nach Tinglev hat und von dort aus weiter nach Sonderborg fahren kann. Man muss hier in aller Ehrlichkeit erwähnen, dass das ein Vorteil ist. Bezugnehmend auf die Fehmarnbeltquerung und die Ausführungen des Kollegen Dürbrook dazu muss ich sagen: Klar, es liegt nicht in der Natur des SSW, Begrüßungsanträge zu stellen. Aber natürlich begrüßen wir es, dass die Landesregierung das Ziel hat, dass die Fehmarnbeltquerung im Jahr 2029 fertiggestellt wird. Wenn wir davon ausgehen, dass sie – hoffentlich – fertiggestellt wird, dann ist es umso wichtiger, jetzt schon, ein paar Jahre vorher, dafür zu sorgen, dass die dänische und die deutsche Seite die Möglichkeit haben, diese Verkehre gemeinsam zu bestellen. Wenn sie mit ihren Überlegungen erst 2028 oder 2029 anfangen, dann ist es einfach zu spät. Dann droht genauso ein Desaster, wie wir es jüngst auf dem Jütlandkorridor erlebt haben. Es ist so, dass dänische Verkehrsunternehmen bereits Interesse angemeldet haben. Es gibt wohl auch die Option, Regionalzüge von Schleswig-Holstein auf der Route durchzuziehen. Das muss jetzt ge- (Sybilla Nitsch) klärt werden, damit es auch dort eine regionale Anbindung gibt. Die Fehmeraner sagen: Auch wir möchten nach Seeland und weiter nach Kopenhagen angebunden sein. – Das ist notwendig, damit das Ganze wirklich Sinn ergibt.

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