Sandra Redmann
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich fasse zusammen: CDU und Grüne lassen die Tierheime in Schleswig‑Holstein in Stich. (Beifall SPD, FDP und SSW) Lassen Sie mich das kurz anhand Ihres Antrages erläutern. Ich gehe die Punkte ganz schnell durch. Ich habe ja nur drei Minuten Zeit. Das Erste ist, wie immer in Ihrem Antrag, eine Begrüßung. – Das schenken wir uns. Punkt 2: Zeitnah soll eine Bundesratsinitiative der Landesregierung zum Online-Handel gestartet werden. – Ihnen ist echt nichts zu peinlich! (Beifall SPD, FDP und SSW) Da fehlen einem die Worte. Meine Kollegin hat es ausgeführt. Wir haben das hier im Landtag einstim- (Sandra Redmann) mig beschlossen. Was wollen Sie denn da starten? Was soll die Landesregierung starten? Ich hätte es von mir aus nicht angesprochen, aber da jetzt auch das Wort „zeitnah“ im Antrag steht und Minister Schwarz im Umwelt‑ und Agrarausschuss entwaffnet ehrlich ist, zitiere ich das einmal. Dieser Antrag liegt nämlich nach seinen Worten ob der vielen anderen Themen noch in einem Stapel und wird jetzt rausgeholt. (Zuruf Cornelia Schmachtenberg [CDU]) – Wie gesagt, ich hätte es von mir aus gar nicht angesprochen. Aber da Sie „zeitnah“ schreiben, frage ich: Müssen Sie so etwas in einen Antrag schreiben, nachdem wir das hier im Landtag beschlossen haben? – So etwas kann man sich nicht ausdenken. (Lars Harms [SSW]: Das ist dringend notwendig! – Dr. Heiner Garg [FDP]: Hauptsache, es steht etwas drin! – Christian Dirschauer [SSW]: Wiedervorlage!) Sie sagen, wir bräuchten das Verbot des OnlineTierhandels wegen der streunenden Katzen. Ich frage mich: Was haben streunende Katzen mit dem illegalen Online-Handel zu tun? (Beifall SPD, FDP und SSW – Wortmeldung Cornelia Schmachtenberg [CDU]) – Nein, lasse ich nicht zu. Ich lasse keine Zwischenfragen zu.
