Martin Habersaat
Vielen Dank. – Herr Präsident! Meine Damen und Herren! So, wie ich den Kollegen Timmer verstanden habe, hat er Ihnen nicht vorgeworfen, dass es keine Anhörungen gab. Er hat Ihnen vorgeworfen, dass bestimmte Punkte aus den Anhörungen auf taube Ohren gestoßen sind. (Beifall SPD, FDP und SSW) Da war er auch nicht der Einzige in der heutigen Debatte. Es passiert nicht oft, dass wir hier im Landtag über einzelne Studiengänge diskutieren. Da wir das jetzt einmal tun, finde ich es wichtig, noch einmal das Wort aus bildungspolitischer Sicht zu ergreifen. Frau Schiebe ist auch Bildungspolitikerin. Ansonsten habe ich hier in erster Linie Juristen sprechen hören. Aus bildungspolitischer Sicht – ich bin ja studierter Vermittlungswissenschaftler – möchte ich drei Punkte mit auf den weiteren Weg geben. Herr Kürschner, falls wir mal jemanden treffen, der die Möglichkeit hat, Dinge zu ändern, ist mein Vorschlag, folgende drei Punkte zu beherzigen: Erstens. Es sollte im Jahr 2023 nicht mehr vorkommen, dass Hochschullehrkräfte Didaktik und Methodik als Schwächung der Bestenauslese begreifen. Zweitens. Ein Studiengang, der ausschließlich mit kostenpflichtiger Begleitung bewältigbar ist, ist falsch konzipiert. – Punkt. (Beifall SPD, FDP und Christian Dirschauer [SSW]) Drittens. Das kriegen wir nur verbessert, wenn es nicht mehr passiert, dass viele Beteiligte in solche Debatten mit der Haltung gehen: Es hat mir doch auch nicht geschadet. – Diese Haltung ist mir an diversen Stellen begegnet. – Vielen Dank. (Beifall SPD, FDP und SSW)
